Erzählsalon: Wirksam. Unverzichtbar. Sichtbar? – Beschäftigte 50+ & ihre Erfahrungen - Andreas T. Wolf

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Andreas Thomas Wolf, 67 Jahre alt und nach 51 Arbeitsjahren inzwischen in der Regelaltersrente, blickte auf eine Laufbahn in Marketing und Vertrieb sowie Führungsverantwortung für Teams zwischen 20 und 60 Mitarbeitenden in der Pharmaindustrie zurück. Er kannte sowohl die Perspektive der Führungskraft als auch die des Arbeitnehmers und schilderte eindrücklich, wie sich Wahrnehmung und Rolle mit zunehmendem Alter verändern. Sein Leitsatz „Wehret den Anfängen“ zog sich durch seine Erzählung: Sichtbarkeit gehe oft nicht plötzlich verloren – sie beginne in kleinen Momenten. Etwa dann, wenn man später informiert wird, nicht mehr gehört wird oder aus wichtigen Zusammenhängen herausfällt. Seine Erkenntnis: Wer auch jenseits der 55 sichtbar bleiben möchte, muss aktiv bleiben. Dazu gehören Offenheit für Neues, körperliche und geistige Fitness sowie die Bereitschaft, Veränderungen anzunehmen. Künstliche Intelligenz und Digitalisierung sah er nicht als Bedrohung, sondern als Chance. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung gegenseitigen Lernens zwischen den Generationen: „Die Jüngeren sind oft hervorragend ausgebildet – und gleichzeitig noch am Anfang ihrer Erfahrungen. Beide Seiten profitieren voneinander.“ Gefährlich werde eine Haltung des Rückzugs oder der inneren Distanz: „Alle sind gegen mich“ dürfe nicht zur eigenen Erzählung werden. Sein Appell lautete daher: Beziehungen pflegen, Verantwortung übernehmen, die Extrameile gehen und bewusst Einflussräume suchen.

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