„Der demografische Wandel ist kein Zukunftsthema mehr, er ist Realität und verlangt entschlossenes Handeln“, erklärt die wiedergewählte Vorstandsvorsitzende Birthe Kretschmer. „Unternehmen und Organisationen stehen vor der Aufgabe, Fachkräfte zu sichern, Arbeit neu zu organisieren und gleichzeitig gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Genau hier setzt das ddn an: Wir vernetzen engagierte Akteurinnen und Akteure, bündeln praxiserprobte Lösungen und unterstützen sie gezielt durch Forschung.“
Kretschmer ergänzt: „Wie setze ich eine Personalstrategie in Zeiten einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung, von Künstlicher Intelligenz und einer wirtschaftlich schwierigen Lage auf? Das ist nur eine, ganz konkrete Frage von vielen, deren Ansätze wir gemeinsam im Netzwerk diskutieren. Unsere Aufgabe ist es, gelungene Lösungen sichtbar zu machen und voneinander zu lernen.“
Der neue Vorstand wurde am 22. April 2026 auf der ordentlichen Mitgliederversammlung in Berlin gewählt. Der neue Vorstand setzt sich folgendermaßen zusammen (in alphabetischer Reihenfolge):
- Reiner Bieck, Bevollmächtigter des Vorstandsvorsitzenden der DEVK
- Franz Donner, Senior Advisor Pusch Wahlig Workplace Law
- Dr. Stefanie Hansen-Heidelk, Geschäftsbereichsleitung Personal & Gesundheit BSR
- Birthe Kretschmer, Director AI & Digital Ecosystem, Impossible Founders gGmbH
- Niels Reith, Geschäftsführer Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V.
- Martina Schmeink, Geschäftsführender Vorstand Das Demographie Netzwerk
- Michael Vogel, Bereichsleiter Unternehmensentwicklung, Prokurist, Volksbank Ulm-Biberach
- Dr. Christine Vollerthun, Leiterin HR-Strategie und Ressourcensteuerung bei R+V Allgemeine Versicherung
Corinna Vogt, Geschäftsleiterin DB Training, Learning & Consulting Deutsche Bahn, und Christian Ramm, ehemaliger Vorsitzender Geschäftsführung Agentur für Arbeit Freiburg, ziehen sich aus dem Vorstand zurück, werden jedoch außerhalb des Vorstands weiterhin Das Demographie Netzwerk e.V. begleiten.
Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung stand zudem die thematische Arbeit des Netzwerks mit folgenden Schwerpunkten:
- Betriebliches Gesundheitsmanagement
- Diversity & Inclusion
- Generationenmanagement
- Innovative Schichtmodelle
- Nachfolgeplanung
- Strategische Personalplanung
- Transformation der Arbeit
- Wissensmanagement
Bereits am Vorabend der Mitgliederversammlung setzte Sophia Becker, Leiterin des Business Council of Democracy (BC4D), einen inhaltlichen Akzent. In ihrem Beitrag beleuchtete sie die Bedeutung demokratischer Resilienz in Wirtschaft und Gesellschaft. Der BC4D unterstützt Unternehmen unter dem Hashtag #WirtschaftFürDemokratie dabei, ihre gesellschaftliche Verantwortung aktiv wahrzunehmen – etwa durch Strategien gegen Desinformation, den konstruktiven Umgang mit Polarisierung sowie den Aufbau resilienter Unternehmenskulturen. Praxisbeispiele aus den Mitgliedsunternehmen Jenoptik und Evonik veranschaulichten diesen Ansatz. Olaf Drillisch-Saathoff (Jenoptik) stellte die Kampagne „Bleib offen“ vor, während Sven Scharnhorst (Evonik) über verschiedene gemeinsame Initiativen von Evonik und dem Business Council of Democracy berichtete.
Abschließend resümiert Birthe Kretschmer: „Demografischer Wandel, Fachkräftesicherung und demokratische Stabilität sind eng miteinander verknüpft. Als Netzwerk wollen wir diese Zusammenhänge weiter schärfen und gemeinsam mit unseren Mitgliedern konkrete Lösungen für zukunftsfähige Organisationen und eine starke und offene Gesellschaft entwickeln.“
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