Alternsgerecht arbeiten - ein internationaler Vergleich

Die Auswirkungen des demografischen Wandels sind mittlerweile tägliche Realität – und betreffen nahezu alle Industrienationen. Doch wie sehen nachhaltige Lösungen aus, welche Wege gehen andere Länder, was tun Unternehmen? Gefördert durch Mittel des Horizon 2020-Programms der Europäischen Union haben sich 13 Forscherinnen und Forscher von Universitäten aus acht Ländern auf die Suche nach internationalen Best Practices gemacht. Unter Federführung von Niloofar Katiraee von der Universität Padua entstand so das Working Paper „A New Roadmap for an Age-Inclusive Workforce Management Practice and an International Policies Comparison“. Es beleuchtet länderübergreifende Maßnahmen, insbesondere auf EU-Ebene, nationale Initiativen in acht Ländern sowie Aktivitäten von 92 Unternehmen, darunter 18 aus Deutschland. Den Rahmen der Analyse bilden sechs Handlungsfelder, die grundlegend für ein Workforce Management sind, das die Beschäftigungsfähigkeit älterer Menschen stärkt und deren Potentiale nutzt.

Unternehmenskultur und Führung bilden die Basis

Essenziell sind zunächst Unternehmenskultur und Führung sowie die Rolle der Führungskräfte im Hinblick auf das Management von Altersdiversität. Daneben sind Arbeitsgestaltung und Ergonomie von Bedeutung, wobei die zeitliche und örtliche Flexibilisierung des Arbeitseinsatzes zunehmend wichtiger wird. Ebenso bedarf es eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements, das alle Aspekte des Arbeitslebens erfasst.

Ein viertes Handlungsfeld stellt das Wissensmanagement dar, nicht zuletzt mit Blick auf die Sicherung des impliziten Wissens ausscheidender Beschäftigter. Hiermit eng verknüpft sind die generationenübergreifende Zusammenarbeit sowie entsprechende Anreizstrukturen.

Alternative Wege zur Verrentung bilden den Abschluss der Analyse. Hier treffen nationale Regelungen und betriebliche Praktiken in besonderer Weise aufeinander. So liegt die gesetzliche Altersgrenze in Dänemark bei 74 Jahren, während es in Neuseeland keine entsprechende Regelung gibt. In Japan sind es 65 Jahre, allerdings gehen mehr als 50 Prozent aller 65- bis 69-Jährigen einer Erwerbstätigkeit nach, so dass das effektive Renteneintrittsalter bei Männern 69,5 Jahre und bei Frauen 66,5 Jahre beträgt. In Deutschland liegen die entsprechenden Werte bei 17 Prozent sowie 64,4 Jahren (für beide Geschlechter).

Benchmark für die Inklusion älterer Beschäftigter ist Japan

Essenziell sind zunächst Unternehmenskultur und Führung sowie die Rolle der Führungskräfte im Hinblick auf das Management von Altersdiversität. Daneben sind Arbeitsgestaltung und Ergonomie von Bedeutung, wobei die zeitliche und örtliche Flexibilisierung des Arbeitseinsatzes zunehmend wichtiger wird. Ebenso bedarf es eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements, das alle Aspekte des Arbeitslebens erfasst.

Ein viertes Handlungsfeld stellt das Wissensmanagement dar, nicht zuletzt mit Blick auf die Sicherung des impliziten Wissens ausscheidender Beschäftigter. Hiermit eng verknüpft sind die generationenübergreifende Zusammenarbeit sowie entsprechende Anreizstrukturen.

Alternative Wege zur Verrentung bilden den Abschluss der Analyse. Hier treffen nationale Regelungen und betriebliche Praktiken in besonderer Weise aufeinander. So liegt die gesetzliche Altersgrenze in Dänemark bei 74 Jahren, während es in Neuseeland keine entsprechende Regelung gibt. In Japan sind es 65 Jahre, allerdings gehen mehr als 50 Prozent aller 65- bis 69-Jährigen einer Erwerbstätigkeit nach, so dass das effektive Renteneintrittsalter bei Männern 69,5 Jahre und bei Frauen 66,5 Jahre beträgt. In Deutschland liegen die entsprechenden Werte bei 17 Prozent sowie 64,4 Jahren (für beide Geschlechter).

Das Working Paper „A New Roadmap for an Age-Inclusive Workforce Management Practice and an International Policies Comparison” steht auf der Publikationsplattform Open Research Europe der Europäischen Kommission zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Prof. Dr. Karlheinz Schwuchow

CIMS Center for International Management Studies, Hochschule Bremen, karlheinz.schwuchow@hs-bremen.de