Online-Diskussionsrunden für Betriebsrätinnen und Betriebsräte und alle, die sich für Mitbestimmung und eine sozialpartnerschaftliche Unternehmenskultur engagieren 

 

Termine: 
21. April,
6. Mai und
2. Juni 2021,
jeweils 14.00-15.30 Uhr

 

 

 

 


Lernen Sie die neuesten Ansätze und Studien kennen, profitieren Sie von aktuellen Erkenntnissen des INQA-Projektes NAWID, diskutieren Sie mit Fachleuten aus Wissenschaft, Beratung und betrieblicher Mitbestimmung sowie mit engagierten Kolleginnen und Kollegen aus anderen Unternehmen 

Das sind unsere Themen:  

  • Mobiles Arbeiten und Home-Office sozialpartnerschaftlich ausgestalten 

  • Psychische Belastung bei der Arbeit in Krisenzeiten – Etablierung einer gesunden Arbeitskultur 

  • Der partizipatorische Prozess bei der Einführung digitaler Systeme – so gelingen Transformationsprozesse in Kooperationskultur 
     

Die erste gesetzliche Verankerung betrieblicher Mitbestimmung jährte sich in Deutschland im vergangenen Jahr zum 100. Mal – gerade in einem Jahr, in dem die Pandemie viele Unternehmen vor große Herausforderungen stellte. Die Bewältigung der gegenwärtigen Situation, sei es in der Ausgestaltung der Arbeitsformen oder gar den Konsequenzen ökonomischer Zwänge auf Beschäftigungsverhältnisse, wird auch in diesem Jahr hohe Priorität haben. Dies nehmen wir zum Anlass, die aktuelle Lage sozialpartnerschaftlicher Mitbestimmung aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und die Chancen für alle Beteiligten auszuloten.   
 

Der sozialpartnerschaftliche Gedanke im NAWID-Projekt 

Digitale Formen der Zusammenarbeit als Lösungsstrategie etablieren sich weiter und werden auch langfristig Bestand haben. Im Rahmen des NAWID-Projekts werden in Lern- und Experimentierräumen die Einführung und Nutzung von Assistenz- und Wissensdiensten sowie KI-basierten Anwendungen erprobt. Beim Einbezug des sozialpartnerschaftlichen Gedankens hat das NAWID-Projekt Vorbildcharakter, da die enge Einbindung der Betriebsrätinnen und Betriebsräte im gesamten Prozess mitgedacht und Erfahrungen projektübergreifend ausgetauscht werden.  

 

Einführung digitaler Systeme, Datenschutz, mobiles Arbeiten und Mitbestimmung 

So entstanden im Projekt Fragestellungen beispielsweise im Hinblick auf den Datenschutz bei der Einführung digitaler Systeme in Unternehmen oder wie Mitbestimmung ortsunabhängig im digitalen Austausch gelebt werden kann. Daneben drängten sich aber auch Themen auf, die z. T. der aktuellen Lage geschuldet sind und dennoch auch zukünftig für die sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit von großer Bedeutung sein werden: Etwa die Frage, ob sich Arbeitsschutzrichtlinien und mobiles Arbeiten in Einklang bringen lassen, wie ggf. dafür die Rahmenbedingungen ausgestaltet werden müssen und welche psycho-sozialen Auswirkungen jene Arbeitsformen haben.   

  

Praxisaustausch: So gelingt Kooperationskultur 

In den digitalen Podiumsdiskussionen ermöglichen wir branchenübergreifend einen konstruktiven Austausch zwischen Unternehmen, die sich mit dem digitalen Wandel und der sozialpartnerschaftlichen Mitbestimmung beschäftigen, zwischen Fachleuten und Betriebsrätinnen und Betriebsräten. Als Teilnehmende sind Sie herzlich eingeladen, Ihre aktuellen Fragen, Erfahrungen und Standpunkte einzubringen. 
 

Die Teilnahme ist kostenlos. 

Wenn sich im Laufe der drei Diskussionsrunden Fragestellungen ergeben, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gerne weitergehend bearbeiten wollen, möchten wir dazu gern vertiefende Angebote gemeinsam entwickeln und umzusetzen. 

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung und einen regen, gerne auch kontroversen Austausch von Meinungen und Erfahrungen! 

Sozialpartnerschaftliche Ausgestaltung der Rahmenbedingungen in Theorie und Praxis 

  • 21. April 2021, 14:00 – 15:30 Uhr 
     

Podiumsgäste 

  • Dr. Julia Borggräfe, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales der neu geschaffenen Abteilung „Digitalisierung und Arbeitswelt“ 

    Die Juristin Dr. Julia Borggräfe ist Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und leitet dort seit Mai 2018 die neu geschaffene Abteilung „Digitalisierung und Arbeitswelt“. Ihre Ausbildung und berufliche Laufbahn vervollständigte sie nach dem Abschluss ihres Studiums mit internationalen beruflichen Stationen u. a. in New York, Paris und Tel Aviv sowie mit der Veröffentlichung verschiedener Fachpublikationen zu personalrechtlichen und personalpolitischen Themen. Sie war vor ihrer Tätigkeit im BMAS u.a. als Senior Vice President Human Resources & Corporate Governance der Messe Berlin und Senior Manager HR Western Europe Sales & Financial Services der Daimler AG Stuttgart sowie als Beraterin mit den Schwerpunkten Change Management, Organisationsentwicklung, Human Resources, Unternehmens- und Führungskultur tätig.
    Copyright: matzkeFoto
     
  • Prof. Dr. Jutta RumpDirektorin des Instituts für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen IBE 

    Als eine der „40 führenden Köpfe des Personalwesens“ (Zeitschrift Personalmagazin) beschäftigt sich Prof. Dr. Rump u. a. mit der Veränderung der Arbeitswelt durch moderne Technologien und Anwendungen und den sich daraus ergebenden neuen Infrastrukturen. Mit „Zoom Fatigue“ hat sie 2020 eine Studie veröffentlicht, die die Müdigkeit in Zusammenhang mit digitalen Meetings empirisch untersucht.

     
  • Andreas Scholz, Vorsitzender des Betriebsrats der DLH AG Frankfurt Boden, Referent für Trainingsmethodik bei der DLH AG  

    Sowohl in seiner beruflichen Tätigkeit als auch in seiner Funktion als Betriebsrat hat sich Andreas Scholz bei der Lufthansa seit vielen Jahren mit der Einführung von neuen Arbeitskonzepten befasst. Dazu zählt insbesondere das Konzept „New Work Space“, das den administrativen Mitarbeiter:Innen in Frankfurt neben mobilem Arbeiten auch Möglichkeiten zur Tätigkeit im Homeoffice ermöglicht. Er kann in Bezug auf dieses Konzept ausführlich auf Erfahrungen und Herausforderungen in Zeiten der Corona-Pandemie eingehen. 

     

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Sozialpartnerschaftliche Interventionen zur Etablierung einer gesunden Arbeitskultur 

  • 6. Mai 2021, 14:00 – 15:30 Uhr 
     

Podiumsgäste 

  • Prof. Dr. Andreas BlumeWissenschaftlicher Leiter des Studiengangs „Betriebliches Gesundheitsmanagement“, Universität Bielefeld sowie der Beratungsfirma HR&C GmbH in Bochum 

    Als Gutachter für den Arbeits- und Gesundheitsschutz führt Prof. Dr. Andreas Blume Gefährdungsbeurteilungen zu psychischer Belastung am Arbeitsplatz durch und hat u. a. über die Chancen der Mitbestimmung bei betrieblicher Gesundheitspolitik publiziert. Zudem ist er Experte in effizienter und „menschengerechter“ Arbeits-, Organisations- und Technikgestaltung.   

     
  • Birgit PrußOrganisationsberaterin, Teamentwicklerin und Businesscoach im Fürstenberg Institut in Hamburg 

    Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich in dieser Tätigkeit mit psychischen Belastungen in der Arbeitswelt, da sie Unternehmen bei der Umsetzung von Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastung begleitet und unterschiedliche Akteure in kulturellen Veränderungsprozessen unterstützt. Birgit Pruß ist davon überzeugt, dass gute Prozesse und Projekte vor allem dann erfolgreich sind, wenn sowohl die Arbeitgeber- als auch die Arbeitnehmervertretung kooperativ miteinander agieren. 

     
  • Daniel WendLeiter der Sozialberatung Deutsche Lufthansa AG 

    Der Diplom-Psychologe Daniel Wend leitet seit vielen Jahren die Psychosoziale Beratung der Deutschen Lufthansa AG. Die Psychosoziale Beratung unterstützt die Mitarbeiter der Lufthansa individuell in persönlichen Krisenlagen, sowie bei kritischen Situationen und Konflikten in ihrem beruflichen Umfeld. 

     

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Wie gelingen (digitale) Transformationsprozesse in sozialpartnerschaftlicher Mitbestimmung 

  • 2. Juni 2021, 14:00 – 15:30 Uhr 
     

Podiumsgäste  

  • Klaus Franz, Forum Urbanum, ehemaliger Leiter Gesamt- und Konzernbetriebsrat Opel  

    Nach 37 Jahren Firmenzugehörigkeit auch als „Mr. Opel“ bekannt, führte Klaus Franz den Gesamt- und Konzernbetriebsrat von Opel durch ein turbulentes Firmenjahrzehnt und vertrat zudem als Leiter der Arbeitnehmer*innenvertretung bei GM Europe (GME) 60. 000 Beschäftigte aus dem europäischen Raum. Als Brückenbauer zwischen Manager*innen und Beschäftigten wurde er u.a. 2009 mit dem internationalen Preis „Kommunikator des Jahres“ ausgezeichnet. Seit August 2013 begleitet er als freier Berater Unternehmen u. a. durch Transformationsprozesse und analysiert Bedingungen für Changemanagement und Arbeitsbeziehungen. 

     
  • Dr. Claudia Niewerth, Geschäftsführende Gesellschafterin, Helex Institut Bochum  

    Mit den Schwerpunkten "Beschäftigung und Mitbestimmung“ ist Dr. Claudia Niewerth als Beraterin und Trainerin im Bereich der Organisationsentwicklung tätig. Neben zahlreichen Veröffentlichungen über betriebliche Mitbestimmung hat sie 2020 über neue Gestaltungsformen betriebsrätlicher Arbeit vor dem Hintergrund der digitalen Transformation publiziert. 

     
  • Patricia Helen Rosen, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

    In der Fachgruppe "Human Factors, Ergonomie" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ist Patricia Helen Rosen wissenschaftliche Mitarbeiterin. Dort verantwortet sie den Forschungsschwerpunkt "Physische Technologieassistenz". Zu den aktuellen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem die Aspekte Aufgabengestaltung in der Mensch-Roboter-Interaktion, Analyse, Bewertung und Gestaltung der Interaktionsqualität, Umgang mit fehlbarer Automation und Bedingungen einer menschengerechten Einführung von Robotern in die betriebliche Praxis. Als fachliche Begleiterin des NAWID-Projekts war sie zudem in die Entwicklung und Erprobung digitaler Assistenzsysteme unter sozialpartnerschaftlicher Einbindung von Anbeginn eingebunden.

     

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Bei Fragen können Sie sich gern auch direkt mit uns in Verbindung setzen: 

info@ddn-netzwerk.de

 

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