Wahl 2013: Demographischer Mix geglückt, Menschen mit Migrationshintergrund unterrepräsentiert

25.09.13

Auf stolze 31.396 Lebensjahre kommen die Abgeordneten des 18. Deutschen Bundestags, zählt man das Alter aller Parlamentarier zusammen. Damit ist das Parlament deutlich älter als die Bevölkerung des Landes. Denn mit 49,83 Jahren liegt das Durchschnittsalter unserer Parlamentarier rund sechs Jahre über dem der Deutschen insgesamt (43 Jahre). Kein Wunder, schließlich fallen Kinder und Jugendliche bei der Ermittlung des Durchschnittsalters voll ins Gewicht. Ins Parlament wählen lassen dürfen sie sich aber nicht.

ddn hat auf Basis der Geburtsjahre einen Blick auf die demographische Zusammensetzung des Parlaments geworfen. Von 26 bis 78 reicht das Altersspektrum der Volksvertreter. Exakt die Hälfte der neugewählten Abgeordneten ist zum Jahresende 51 Jahre alt oder älter, mit 50 Jahren gehört man schon zur jüngeren Hälfte des Bundestags. Ein Drittel der Abgeordneten ist 39 Jahre und jünger, etwas weniger als ein Drittel, nämlich 98 Abgeordnete, sind 60 Jahre und älter, gerade mal 18 Abgeordnete sind älter als 65. Es scheint, dass jüngere Jahrgänge allen Unkenrufen zum Trotz nicht schlecht im Parlament vertreten sind. 

Die Linke stellt mit durchschnittlich 51,11 Jahren die älteste Fraktion im Bundestag, die Landesgruppe der CSU mit 47,48 Jahren die jüngste. Das beste Alter für die Politik scheint 49 zu sein. Denn mit 27 Abgeordneten ist der Geburtsjahrgang 1964 im Bundestag am stärksten vertreten. 

Der 18. Bundestag wird vielfältiger, obwohl gerade hinsichtlich der Präsenz von Abgeordneten mit Migrationshintergrund noch deutlicher Nachholbedarf besteht. Wie das Handelsblatt festgestellt hat, werden künftig 34 Abgeordnete  mit Migrationshintergrund bzw. mindestens einem Elternteil, das eingewandert ist, im Bundestag sitzen. Damit steigt ihr Anteil von zuletzt 3,4 Prozent auf 5,4 Prozent und liegt damit deutlich niedriger als in der Bevölkerung. Denn 19 Prozent aller Deutschen haben einen Migrationshintergrund. Immerhin, der Deutsche Bundestag ist vielleicht noch nicht am Ziel angekommen, Spiegelbild der Gesellschaft zu sein. Aber es bewegt sich was in die richtige Richtung.