Vorurteile über ältere Arbeitnehmer entkräftet

18.02.13

Weniger motiviert und einsatzbereit als Jüngere und dabei auch noch häufig krank: So lauten oftmals die Vorurteile, mit denen ältere Arbeitnehmer zu kämpfen haben. Zu Unrecht, wie eine Studie der Universität Hongkong herausgefunden hat. 

Der Studie zufolge ist es im Prinzip keineswegs so, dass ältere Arbeitnehmer weniger motiviert, veränderungsbereit, gesund oder berufsorientiert sind. Ein Stereotyp traf allerdings zu: Ältere Beschäftigte sind seltener an Weiterbildung interessiert. 

Für die Studie wurden 418 Einzelstudien mit insgesamt rund 210.000 Teilnehmern ausgewertet. Demnach zeigt sich, dass die Befragten mit zunehmendem Alter sogar noch motivierter arbeiteten. Auch in den Bereichen Veränderung, Vertrauen und Gesundheit wurde nachgewiesen, dass Ältere ebenso veränderungswillig sind wie Jüngere und eine gute Beziehung zu ihren Mitarbeitern und Chefs haben. Es ließ sich auch nicht feststellen, dass ältere Arbeitnehmer körperlich oder seelisch häufiger krank sind, als ihre jüngeren Kollegen. Gleichzeitig schaffen sie es, Beruf und Freizeit unter einen Hut zu bringen. 

Dennoch haben die Vorurteile gegenüber älteren Arbeitnehmern einen psychologischen Effekt. Wenn ihnen weniger zugetraut wird und sie im Arbeitsalltag geringschätzig behandelt werden, verringert sich ihre Motivation. Das führt wiederum dazu, dass sie sich zurückziehen und weniger einbringen. Es ist also vor allem eine Frage der Unternehmenskultur, ob die Potenziale älterer Mitarbeiter voll ausgeschöpft werden oder nicht. 

Wie Unternehmen und Personalverantwortliche mit einer älter werdenden Belegschaft umgehen können, erfahren Interessierte beispielsweise bei der 3. ddn Zukunftswerkstatt am 25. Februar in St. Leon-Rot in der Nähe von Heidelberg und Speyer. Unter dem Motto „Hochleistung durch Generationenvielfalt“ stellen Unternehmen aus der Region ihre Strategien für altersheterogene Teams vor. Mehr zum Programm und zur Anmeldung erfahren Sie hier.