Von Generation zu Generation

04.09.14

Prof. Dr. Wegge diskutiert beim Regionalforum Leipzig die Frage, wie sich die Zusammenarbeit zwischen älteren und jüngeren Menschen optimieren lässt. Ein individueller Umgang mit den verschiedenen Generationen ist dabei nur ein Baustein des generationenübergreifenden Miteinanders am Arbeitsplatz.

Am 19. September findet in Leipzig das Regionalforum „Zukunft der Arbeit – Arbeit der Zukunft“ statt. Das „Demografie Netzwerk“ (ddn) und die „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ (INQA) richten die Veranstaltung gemeinsam aus. Experten und Unternehmensvertreter diskutieren dabei, wie sich Organisationen optimal auf den demografischen Wandel vorbereiten können.

Unter anderem wird auch Prof. Dr. Jürgen Wegge, vom Institut für Arbeits- Organisations- und Sozialpsychologie der Technischen Universität Dresden ein Forum moderieren. Im Fokus steht dabei die Zusammenarbeit verschiedener Generationen. Denn das gemeinsame Arbeiten von jüngeren und älteren Menschen habe nicht nur Vor-, sondern häufig auch Nachteile.

Wegge setzt sich mit der Frage auseinander, welche Bedingungen gegeben sein müssen, damit altersgemischte Teams möglichst effizient sind. Er bezieht sich dabei unter anderem auf das Projekt „Arbeitsgruppen als Determinante von Innovation, Gruppenleistung und Gesundheit“ (ADIGU). Dieses hat in den vergangenen sechs Jahren in einer breiten Feldstudie hunderte Arbeitsgruppen aus dem Verwaltungsbereich und der freien Wirtschaft analysiert. Dabei zeigte sich, dass ältere und jüngere Beschäftigte in bestimmten Bereichen gleich, in anderen aber unterschiedlich behandelt werden sollten.

In einem Projekt mit der Volkswagen AG führte Wegge eine Intervention an Führungskräften in altersgemischten Teams durch. Das Training der Verantwortlichen hatte spürbar positive Effekte auf die alternsgerechte Führung und sorgte zudem für geringere Fehlzeiten. Welche Stolpersteine und Erfolgsfaktoren dabei zu beachten sind, stellt Wegge im Regionalforum Leipzig vor.