Transfer+

14.12.18

Gesunde Arbeit, gesunde Menschen, zukunftsfähige Unternehmen – darüber wird viel gesprochen. Mit Transfer+ werden konkrete Angebote der INQA und praktische Unterstützung direkt in die Betriebe gebracht.

In gemeinsamen Workshops mit Führungskräften, Betriebsrät/-innen und Beschäftigten wird an den konkreten Bedarfen in zehn Modellbetrieben gearbeitet. Mithilfe von Produkten der Initiative Neue Qualität der Arbeit können Bestandsaufnahmen durchgeführt, gemeinsame Handlungsfelder identifiziert und Prozesse eingeleitet werden, durch die gesundheitsförderliches Arbeiten in den Unternehmen unterstützt wird.

Unternehmen, die sich für eine Zusammenarbeit mit dem Projekt Transfer+ interessieren, können sich kurzfristig noch für eine Beteiligung als Modellbetrieb anmelden.

 

Die Pressemitteilung:

Zur Sitzung des Projektbeirats am 6. November 2018 in Hannover kann das Projekt Transfer+, das unter dem Dach der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert wird, seinen offiziellen Start verkünden.

Das bundesweite Projekt will einen konkreten Beitrag zu gesunder Arbeit in Unternehmen leisten und konzentriert sich dabei auf die drei Branchen Chemie, Kautschuk sowie Glas und Solar. Unter Nutzung der zahlreichen Hilfsmittel der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) unterstützen der Arbeitgeberverband der Deutschen Kautschukindustrie e.V. (ADK), der Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V. (BAVC), der Bundesarbeitgeberverband Glas und Solar e.V. (BAGV GLAS+SOLAR),  die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und die Hans-Böckler-Stiftung (HBS) die Entwicklung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen in den beteiligten Betrieben.

In gemeinsamen Workshops mit Führungskräften, Betriebsrät/-innen und Beschäftigten wird an den konkreten Bedarfen in zehn Modellbetrieben gearbeitet. Mithilfe von Produkten der Initiative Neue Qualität der Arbeit können Bestandsaufnahmen durchgeführt, gemeinsame Handlungsfelder identifiziert und Prozesse eingeleitet werden, durch die gesundheitsförderliches Arbeiten in den Unternehmen unterstützt wird.

Das Besondere am Projekt Transfer+ ist, dass sich die Sozialpartner in den Modellbetrieben gemeinsam mit den Themen bedarfsgerecht auseinandersetzen und möglichst hierzu betriebliche Regelungen finden.

Betriebliche Workshops gestartet

In den ersten Monaten des Projektes kam es daher darauf an, Unternehmen für eine Kooperation mit Transfer+ zu gewinnen. Die Projektpartner im Steuerkreis wählten dafür den Weg der direkten Ansprache der Unternehmen. In zahlreichen Betrieben wurden die Möglichkeiten des Projekts vorgestellt, für die Themen sensibilisiert und die Kooperation erläutert. Vor kurzem fanden die ersten Workshops in einem Unternehmen der Kautschukindustrie in Hessen statt. Hier stehen die Themen „Balance von Arbeit und Leben“, aber auch Fragen der Arbeitszeitgestaltung im Vordergrund. Norbert Reiners vom Arbeitgeberverband der Deutschen Kautschukindustrie e.V.: „Ich freue mich, dass wir diesen Betrieb gewinnen konnten. Es wird nun nach dem Auftakt und der Bestandsaufnahme darauf ankommen, gemeinsam erfolgversprechende betriebliche Maßnahmen zu erarbeiten. In den folgenden Workshops wird dazu Gelegenheit sein.“

Zunehmendes Kooperationsinteresse

Mit zwei Unternehmen der Glasindustrie konnten bereits weitere Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen werden. In diesen Betrieben in Sachsen-Anhalt bzw. in Nordrhein-Westfalen sind die Vorbereitungen der betrieblichen Workshops in vollem Gange. Julian Henning vom Bundesarbeitgeberverband Glas und Solar e.V.: „Die Handlungsempfehlungen und Tools der INQA bieten gute Möglichkeiten, strategisch an die Projektthemen heranzugehen. Ich freue mich, dass unsere Mitglieder das Angebot von Transfer+ nutzen und mit den INQA-Produkten arbeiten.“

In der Branche der Chemischen Industrie wurde die erste Kooperation mit einem Unternehmen in Bayern vereinbart. In drei weiteren Chemieunternehmen (alle Rheinland-Pfalz) liegen die Vereinbarungen zur Unterschrift vor. Dr. Johanna Schönrok-Kuczynski vom Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.: „Vor dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung braucht es eine Menge innerbetriebliche Abstimmungen. Im Zeitraffer ist das nicht zu machen.“

Wir setzen auf nachhaltige Zusammenarbeit

Die Projektpartner legen großen Wert darauf, dass sich die sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit in den beteiligten Unternehmen fortsetzt und sowohl die Arbeitgeber- als auch die Arbeitnehmerseite einbezogen wird. Dr. Mathias Heiden von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie: „Gerade unter dem Stichwort Mitbestimmung bei der Gestaltung von Arbeitsbedingungen kommt unseren Betriebsräten eine besondere Bedeutung zu. Es ist der richtige Ansatz des Projektes Transfer+, von Anfang an auf sozialpartnerschaftlichen Dialog zu setzen.“

Mit dem offiziellen Start beginnt in Transfer+ nun die Umsetzung des Projekts in den Workshops vor Ort, die bis Ende 2020 fortgesetzt werden. Die Gestaltung von gesunder Arbeit für gesunde Menschen und damit die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen steht dabei im Mittelpunkt.

Unternehmen, die sich für eine Zusammenarbeit mit dem Projekt Transfer+ interessieren, können sich kurzfristig noch für eine Beteiligung als Modellbetrieb bei den Branchenvertretern, der IG BCE oder uns anmelden. Ihr Nutzen liegt auf der Hand.
Aktuelle Informationen und Ansprechpartner finden Sie auf unserer Projekthomepage unter www.transferplus.info
 

Kontakt
Annette Eschner, Projektleiterin
Telefon: 0345 – 21 768 11
annette.eschner@qfc.de