Studie: Was KMUs für Studierende attraktiv macht

14.11.13

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)haben es schwer, Studierende als Fachkräfte zu gewinnen. Das liegt zum Teil an der mangelnden Bekanntheit. Darüber hinaus haben Studierende und KMUs unterschiedliche Vorstellungen davon, was einen Arbeitgeber attraktiv macht. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Hochschule Osnabrück. 

In der Befragung wurde den Studierenden 30 Namen von KMUs aus der Region Osnabrück vorgelegt. Die genannten Unternehmen waren durchschnittlich nur zwölf Prozent der Befragten bekannt. Das Unternehmen mit dem höchsten Bekanntheitsgrad erreichte einen Wert von 58 Prozent. Dass ein Unternehmen bekannt ist, heißt jedoch nicht automatisch, dass es als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird. Lediglich 31 der oben genannten zwölf Prozent gaben an, dass die ihnen bekannten KMUs für sie auch als Arbeitgeber in Frage kämen.
 
Im zweiten Schritt ermittelte die Befragung, welche Kriterien für die Attraktivität eines Unternehmens als Arbeitgeber ausschlaggebend sind. Auf Platz eins liegt mit fast 90 Prozent der Studierenden ein gutes Betriebsklima, gefolgt von Teamgeist (81 Prozent) und einem sicheren Arbeitsplatz (78 Prozent). Beim Teamgeist waren sich Unternehmen und Studierende einig, die möglichen Arbeitgeber setzten dieses Kriterium mit fast 90 Prozent sogar auf Platz eins. Das Betriebsklima (72 Prozent) und der sichere Arbeitsplatz (67 Prozent) landeten lediglich auf den Plätzen vier und fünf. Zur Erinnerung: Bei den Studierenden lagen sie auf den Plätzen eins und drei.

Die größten Unterschiede in der Bewertung finden sich beim Gehalt, bei der sozialen Integration und bei den Aufstiegsmöglichkeiten. Studierende gewichteten diese Kriterien deutlich stärker als die befragten KMUs.

Es scheint, dass kleine und mittelständische Unternehmen gut beraten sind, sich mehr Gedanken darüber zu machen, was ihre Zielgruppe, die Studierenden und zukünftigen Fachkräfte, von ihrem Arbeitgeber erwarten. Fachkräfte werden in vielen Bereichen knapp, wer seinen Bedarf sichern will, muss um die besten Köpfe genauso werben wie um Kunden. Und im Marketing ist es bereits selbstverständlich, die Bedürfnisse der Zielgruppen genau zu erforschen und auf diese einzugehen.