Studie: Personaler reagieren auf demographischen Wandel

05.12.14

Personalentscheider in Deutschland setzen im demographischen Wandel auf langfristige Nachfolge- und Karriereplanung. Das ist das Ergebnis einer aktuellen HR-Trendstudie der Managementberatung Kienbaum, für die das Beratungsunternehmen 190 Personalverantwortliche befragt hat. Danach reagieren Deutschlands Personalchefs auf den demographischen Wandel: Die häufigsten Maßnahmen sind eine langfristige Nachfolge- und Karriereplanung sowie ein professionelles Gesundheitsmanagement, um den demographischen Veränderungen personalwirtschaftlich zu begegnen. Und: Bereits heute registrieren Unternehmen erhebliche Auswirkungen des demographischen Wandels. 56 Prozent der Personaler gaben an, einen Wertewandel in der jungen Arbeitnehmergeneration und ein geringeres Angebot an qualifizierten Arbeitskräften auf dem Markt bemerkt zu haben.

"Die Demographie kristallisiert sich derzeit als entscheidende personalwirtschaftliche Einflussgröße heraus, auf die die Unternehmen reagieren müssen - und das nicht mehr nur in Prognosen und auf dem Papier, sondern in der handfesten Personalarbeit", sagt Kienbaum-Geschäftsführer Walter Jochmann.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Deutsche Unternehmen suchen Fachkräfte und Nachwuchs. So haben 70 Prozent der Unternehmen den stärksten Rekrutierungsbedarf bei den Fachkräften. Der zweihöchste Bedarf an neuem Personal besteht bei Hochschulabsolventen. An dritter Stelle folgen Führungskräfte, bei denen etwa jeder dritte Personaler besonderen Rekrutierungsbedarf sieht.