Sanfter Trend: weniger Altersteilzeit, mehr Weiterbildung

12.09.13

Weg von der Altersteilzeit, hin zu mehr Weiterbildung - das ist der Trend, der sich zumindest sanft in vielen Unternehmen abzeichnet. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in seinem IAB Betriebspanel vom Juli 2013. Denn zwischen 2006 und 2011 ging die Zahl der Unternehmen, die auf Altersteilzeit setzen, um zwei Prozent leicht zurück. Im selben Zeitraum stieg die Zahl derer, die auf Weiterbildungen setzen, leicht um drei Prozent an. Mit deutlichem Abstand folgen altersgemischte Teams und die Anpassung der Arbeitsanforderungen. 

Rund 18 Prozent der Unternehmen in Deutschland bieten Personalmaßnahmen zur Förderung ihrer älteren Beschäftigten an. Auf den ersten Blick eine geringe Zahl, allerdings stehen diese 18 Prozent für immerhin 56 Prozent aller Beschäftigten. Die Zahl deutet an, was der zweite Blick bestätigt. Ob Unternehmen Maßnahmen für ältere Beschäftigte anbieten, hängt sehr stark von ihrer Größe ab. Mit 92 Prozent bieten fast alle  Unternehmen mit mindestens 500 Beschäftigten zumindest eine Maßnahme für ältere Beschäftigte an. Bei Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten sind es 76 Prozent, bei Unternehmen mit 20 bis 99 Beschäftigten immerhin noch 41 Prozent. Zum Vergleich: Gerade noch 11 Prozent der Kleinbetriebe mit weniger als 20 Mitarbeitern bieten Maßnahmen für ihre älteren Beschäftigten an. 

Unterschiede bestehen zwischen den verschiedenen Branchen. Überdurchschnittlich viele Maßnahmen bieten die öffentliche Verwaltung, die Sozialversicherungen sowie die Branchen Energie, Wasser und Bergbau – Branchen also, in denen der Anteil älterer Beschäftigter besonders hoch ist. Ein geringes Angebot bietet das  Baugewerbe, der Handel und der Bereich Information und Kommunikation, wo besonders wenig ältere Beschäftigte zu finden sind.

Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie hier