Renteneintrittsalter auf dem Prüfstand

08.02.12

Am 17. Januar 2012 stellten Mitglieder der Koalitionsfraktion im Bundestag den Antrag, ob das Renteneintrittsalter flexibler gestaltet werden kann. Im Antrag wird die Bundesregierung aufgefordert, im Rahmen der ihr zu Verfügung stehenden Mittel zu überprüfen, „ob der Eintritt in den Ruhestand noch flexibler gestaltet werden kann.“ In Zeiten des demographischen Wandels sehen nun auch viele Koalitionsmitglieder im Bundestag, dass überholte Altersbilder auf den Prüfstand gestellt werden müssen.

Laut Antrag sollen Potentiale älterer Menschen besser genutzt werden und den Bürgern die Möglichkeit gegeben werden, selber das Renteneintrittsalter zu bestimmen. Da heutzutage Erwerbsbiographien nicht mehr einheitlich verlaufen, kann ein starres Renteneintrittsalter mit 67 Jahren nicht realistisch und zukunftsträchtig sein. Darüber hinaus sollen mit mehr Investitionen in Bildung für Menschen über 40 Jahre, künftig auch ältere Arbeitnehmer mehr Chancengleichheit genießen, denn Bildung könne sich nicht mehr nur auf die erste Lebenshälfte beschränken. Des Weiteren soll die Infrastruktur für bürgerschaftliches Engagement, mit Hilfe von mehr Öffentlichkeit ausgebaut werden, wie mit der Einführung des Bundesfreiwilligendiensts bereits getan, um ältere Mitbürger wieder stärker in die Gesellschaft einzugliedern. 

Auch ddn fördert dieses Umdenken, denn dies ermöglicht den Älteren in unserer Gesellschaft, den Renteneinstieg nach ihrem Bedarf und zugleich zum Nutzen der Sozialsysteme und der Wirtschaft zu gestalten.