Neues ddn Dossier zur betrieblichen Altersvorsorge

20.12.13

Dortmund, 20.12.2013: Die Bundesregierung will im neuen Koalitionsvertrag mehr betriebliche Altersvorsorge (bAV) fördern. Das Demographie Netzwerk (ddn) weiß, wie das funktioniert. Das neu erschienene ddn-Dossier „Betriebliche Altersvorsorge“ gibt praktische Tipps zur Umsetzung in Betrieben. Es steht ab sofort unter www.demographie-netzwerk.de zur Verfügung. In Deutschland investieren gerade einmal 44% der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in eine bAV. Dabei kann die betriebliche Altersvorsorge einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, die klaffende Versorgungslücke zu schließen. „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die staatliche Rente allein künftig nur zur Grundsicherung ausreichen wird. Deshalb müssen Beschäftigte zusätzlich vorsorgen,“ unterstreicht der ddn- Vorsitzende Rudolf Kast die Bedeutung der betrieblichen Altersvorsorge.

Das Dossier beschreibt ausführlich die Umsetzung und Vorteile der bAV, insbesondere in Verbindung mit der Einführung von Langzeitkonten. Darüber hinaus erklärt es Maßnahmen, wie Unternehmen die Beteiligung ihrer Beschäftigten an bAV steigern können. 

Am weitesten verbreitet (84%) ist die bAV in Deutschland in den großen Betrieben mit mehr als 1.000 Arbeitnehmern. Deutlich schwächer ist die Beteiligung in kleinen Firmen mit weniger als 10 Beschäftigten (30%). Das Demographie Netzwerk stimmt den Koalitionären zu, die mehr bAV in kleinund mittelständischen Unternehmen wollen. „Das würde auf lange Sicht mehr Versorgungssicherheit und Generationengerechtigkeit bedeuten“, betont Kast.

Die betriebliche Altersvorsorge ist ein Modell, von dem alle Beteiligten profitieren. Neben Beschäftigten und Staat gewinnen auch die Arbeitgeber, da die Einkommensanteile nicht steuerpflichtig sind und wertvolle Fachkräfte enger an Unternehmen bindet. Vor allem in Kombination mit Langzeitkonten bietet die bAV Gestaltungsspielräume. „Lebenszyklusorientierte Arbeitszeitgestaltung wird für viele Berufstätige immer wichtiger“, weist Kast hin. Die bAV kann zur Finanzierung flexibler Übergänge in die Rente oder als Puffer für Notlagen, wie beispielsweise Pflegefälle in der Familie, dienen. 

Da 2012 überhaupt nur jeder vierte Arbeitnehmer im Betrieb auf eine betriebliche Altersversorgung angesprochen wurde, müssen Unternehmen ihre betriebsinterne Kommunikation verbessern. Darüber hinaus steigert die Incentivierung, also die finanzielle Beteiligung der Arbeitgeber an der Vorsorge, die Bereitschaft zur Teilnahme an der bAV. Eine weitere Maßnahme ist das Opting-Out, das bei Abschluss eines Beschäftigungsverhältnisses die Teilnahme an der bAV als Standard annimmt. Wollen sie dies nicht, müssen sich die Beschäftigten aktiv gegen die bAV aussprechen.

 

Pressekontakt
Pascal Frai
Tel.: 0231.9071-2818
E-Mail: frai@ddn-netzwerk.de

Das Demographie Netzwerk ddn e.V. ist ein Zusammenschluss von über 370 Unternehmen und Institutionen, die gemeinsam Verantwortung für über zwei Millionen Beschäftigte tragen. ddn wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und ist in der Demografiestrategie der Bundesregierung verankert.

DIE INITIATIVE NEUE QUALITÄT DER ARBEIT: ZUKUNFT SICHERN, ARBEIT GESTALTEN

Die Initiative Neue Qualität der Arbeit ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Verbänden und Institutionen der Wirtschaft, Gewerkschaften, der Bundesagentur für Arbeit, Unternehmen, Sozialversicherungsträgern und Stiftungen. Ihr Ziel: mehr Arbeitsqualität als Schlüssel für Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland. Dazu bietet die im Jahr 2002 ins Leben gerufene Initiative inspirierende Beispiele aus der Praxis, Beratungs- und Informationsangebote, Austauschmöglichkeiten sowie ein Förderprogramm für Projekte, die neue personal- und beschäftigungspolitische Ansätze auf den Weg bringen. Weitere Informationen unter www.inqa.de.