Netzwerken für gesunde Arbeit auf der Transfer+ Netzwerkkonferenz

14.02.20

Gesunde Arbeit, gesunde Menschen, zukunftsfähige Unternehmen – um diesen Dreiklang zu erreichen, müssen gute Lösungen gefunden und vor allem auch verbreitet werden. Mit dem Ziel, die bisherigen Ergebnisse des Projekts Transfer+ einem größeren Kreis zugänglich zu machen, fand am 28.11.2019 die Transfer+ Netzwerkkonferenz statt.

Bild: Michael Barrabas (QFC)

Netzwerkkonferenz bringt Akteure zusammen

Im Vorfeld wurden aus dem breiten Themenspektrum des Projekts die Handlungsfelder Führung und Arbeitszeitgestaltung als Fokusthemen für die Netzwerkkonferenz herausgegriffen. Die Bedeutung dieser Themen zeigt sich auch darin, dass die meisten der teilnehmenden Unternehmen diese im Rahmen des Projekts als Schwerpunkte für sich ausgewählt haben. Diese Herangehensweise führte dazu, dass bei der Konferenz Akteure aus diversen Bereichen vor Ort waren, wie zum Beispiel Unternehmen, Wissenschaft und Krankenkassen, die von den Erfahrungen der anderen Teilnehmer/-innen profitieren konnten. Dem aktiven Austausch wurde im Rahmen der Konferenz entsprechend viel Raum gegeben.

Fachliche Impulse und Berichte aus der Projektpraxis in den Unternehmen

Die Eröffnung der Konferenz erfolgte durch Christian Wensauer vom Gastgeber Wacker Chemie, der die Teilnehmenden begrüßte und kurz das Unternehmen vorstellte. Die Initiative Neue Qualität der Arbeit wurde anschließend von Achim Sieker (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) vorgestellt, das Projekt Transfer+ erläuterten dessen Projektleiter Peter Eitner (Qualifizierungsförderwerk Chemie) sowie Dr. Johanna Schönrok-Kuczynski (Bundesarbeitgeberverband Chemie).

Um die konkrete Projektpraxis in den Betrieben zugänglich zu machen, stellten anschließend Dr. Jürgen Commeßmann (Wacker Chemie) sowie Simone Jablonski und Frank Wernicke (Pilkington Automotive Deutschland) die Umsetzung des Projekts in ihren jeweiligen Unternehmen dar. Anhand dieser Präsentationen wurde deutlich, dass die sozialpartnerschaftliche Herangehensweise und die Nutzung der Handlungshilfen der Initiative Neue Qualität der Arbeit zu einer intensiven und produktiven Zusammenarbeit beigetragen haben. Ergänzt wurden diese Vorträge durch wissenschaftliche Impulse zu „Herausforderungen einer zukunftsfähigen Führung für neue Arbeitswelten“ durch Prof. Dr. Stephan Kaiser (Universität der Bundeswehr München) und „Wie flexibel kann es sein? Spielräume und Spannungsfelder für die flexible Arbeitszeitgestaltung in sich wandelndem Arbeitsumfeld“ durch Dr. Manuela Maschke (Hans-Böckler-Stiftung). Mit diesen Informationen im Gepäck ging es danach in zwei World Café-Runden in angeregten Diskussionen um den Austausch und Transfer von Wissen, Ansichten und Erfahrungen zu den Schwerpunktthemen der Konferenz. Diese Runden wurden anschließend von Julian Henning (BAGV GLAS+SOLAR) und Dr. Manuela Maschke zusammengefasst, bevor Stefan Soltmann (IG BCE) noch die Sicht der Gewerkschaft auf das Projekt einbrachte.

Transfer+ auf der Zielgeraden

Mit dem Transfer der bisherigen Ergebnisse sowie dem Austausch über Projektverlauf und Projektinhalte von Transfer+, sowohl zwischen den Unternehmen als auch branchenübergreifend, hat das Projekt mit der Netzwerkkonferenz den nächsten Meilenstein genommen. In den kommenden Monaten steht die Fortsetzung der intensiven Arbeit in den Workshops vor Ort sowie der Transfer der Ergebnisse im Fokus. Voraussichtlich im November 2020 wird eine Abschlusskonferenz stattfinden, auf der die Abschlussergebnisse aus der Projektarbeit in den Betrieben zusammen mit den genutzten Handlungshilfen der INQA und den gemachten Erfahrungen präsentiert und diskutiert werden, um einen möglichst breiten Transfer der gewonnenen Erkenntnisse zu gewährleisten.

 

Aktuelle Informationen und Ansprechpartner finden Sie auf unserer Projekthomepage unter www.transferplus.info

Kontakt:

Peter Eitner, Projektleiter                                                         Mathias Voigt, Projektleiter      

0345 - 21 768 30                                                                      0345 - 21 768 40

Peter.eitner@qfc.de                                                                 Mathias.voigt@qfc.de

 

Förderung, Partner, Kontakte, Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA)

Transfer+ wird im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gefördert.

Projektträger ist die Qualifizierungsförderwerk Chemie GmbH (QFC).

Steuerkreis des Projektes:

  • Arbeitgeberverband der Deutschen Kautschukindustrie e.V. (ADK),
  • Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V. (BAVC)
  • Bundesarbeitgeberverband Glas und Solar e.V. (BAGV GLAS+SOLAR),
  • Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE)

Projektbeirat:

  • Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie
  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales
  • Das Demografie Netzwerk e.V.
  • Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung
  • Hans-Böckler-Stiftung
  • INQA Geschäftsstelle c/o Bundesanstalt für Arbeitsmedizin und Arbeitsschutz
  • Offensive Mittelstand
  • pronova BKK
  • Universität der Bundeswehr München
  • sowie Steuerkreis