Metropolregion FrankfurtRheinMain will demographiefester werden

02.03.12

Kongress "Demografie direkt": Metropolregion FrankfurtRheinMain will demographiefester werden

"Die Metropolregion FrankfurtRheinMain muss die Herausforderungen des demographischen Wandels sehr ernst nehmen." Dies sagte IHK-Präsident Mathias Müller auf dem 2. Kongress "Demografie direkt" vor 470 Teilnehmern aus Unternehmen, Kommunen und Verbänden. Trotz ihrer ungebrochenen Anziehungskraft sei die Region im demographischen Wandel "keine Insel der Seligen". So zeige der IHK-Fachkräftemonitor, dass der Region allein in diesem Jahr rund 150 000 Fachkräfte fehlen. ddn-Vorstand Rudolf Kast moderierte beim Kongress eines der Foren zum Thema Fachkräfte. 

"Unsere Region muss für qualifizierte Zuwanderer noch attraktiver werden", lautete eine zentrale Botschaft des neu gewählten Direktors des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, Ludger Stüve. Das sei sowohl für die Kommunen als auch die Unternehmen förderlich. Zugleich, betonte der Leiter der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, Frank Martin, müsse auch der einheimische Nachwuchs noch intensiver gefördert werden. "Noch zu viele junge Menschen", so Martin wörtlich, "befinden sich in den sogenannten Übergangssystemen, anstatt direkt eine Ausbildung aufzunehmen". Auch die hohen Abbrecherquoten in Schule, Ausbildung und Studium seien ein Thema, dessen sich das Netzwerk annehmen solle.

Um die Angebote in der Kinderbetreuung auszubauen, empfiehlt Wilhelm Speckhardt, Bürgermeister der Stadt Eschborn und Mitinitiator des regionalen Demografienetzwerks, eine verstärkte Kooperation zwischen Kommunen und Unternehmen. Insbesondere für kleinere und mittelgroße Unternehmen seien Verbundmodelle ein guter Weg, ihre Arbeitgeberattraktivität zu steigern. Hierbei könnten, so Speckhardt, Arbeitgeber, Eltern und Kommunen alle einen eignen, ihren Möglichkeiten entsprechenden Beitrag leisten

Hinter dem Kongress stand das Demografienetzwerk FrankfurtRheinMain, das zurzeit aus zwölf Partnern, darunter auch ddn besteht. Mehr Informationen erhalten Interessierte unter www.demografienetzwerk-frm.de