Merkel will europäischen Arbeitsmarkt

06.06.12

Das Thema Facharbeitermangel stand am Dienstag auf der Agenda von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Angesicht eines bereits verwirklichten Binnenmarktes in Europa und der Freizügigkeit von Arbeitskräften in der Union sollte nun die schrittweise Schaffung eines europäischen Arbeitsmarktes angegangen werden, sagte Merkel nach einen Treffen mit den Spitzen von Gewerkschaften und Wirtschaft in Schloss Meseberg nahe Berlin.

Merkel erklärte, für einen umfassenderen gemeinsamen Arbeitsmarkt spräche die Tatsache, dass etwa in Deutschland nach Fachkräften gesucht werde, während in vielen anderen europäischen Ländern eine hohe Arbeitslosigkeit herrsche. Fachkräftemangel in Deutschland werde noch dramatischer. Nur die Politik könne helfen.

Merkel traf sich bereits zum dritten Mal mit Gewerkschaften und Wirtschaftsvertretern, um über ein gemeinsames Vorgehen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu beraten. Vorbehalte hatte Merkel mit Blick auf ein Punktesystem bei der Zuwanderung von Fachkräften nach nordamerikanischem Vorbild erkennen. Wirtschaftsminister Philipp Rösler nannte die Bekämpfung des Fachkräftemangels zentral für die Sicherung des Wirtschaftswachstums und zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit.

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