MEga Ergebnisse!

25.02.19

Ende 2015 initiierte das Bundesministerium für Bildung und Forschung den Förderschwerpunkt „Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen“. Er hat das Ziel, anwendungsorientierte Ansätze für eine präventive Arbeitsgestaltung zu entwickeln und in die Praxis zu transferieren. Vor dem Hintergrund des digitalen und demografischen Wandels erarbeiten Präventionsallianzen aus Wissenschaft, Unternehmenspraxis und den Sozialpartnern in 30 Verbundprojekten neue Strategien eines zukunftsfähigen Arbeits- und Gesundheitsschutzes.

Die Veränderungen der Arbeitswelt sind weitreichend: Arbeitsformen wandeln sich, der Einsatz moderner Technologien – Schlagwort Industrie 4.0 – kreiert neue Tätigkeiten und Berufszweige, das zeit- und ortsflexible Arbeiten nimmt zu. Gefragt ist eine sichere und gesunde Arbeitsgestaltung, unabhängig davon, ob es sich um einfache oder hochqualifizierte Tätigkeiten handelt. Hier setzt der Förderschwerpunkt „Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) an.

Für den umfassenden Austausch im Förderschwerpunkt arbeiten die Verbundprojekte in fünf thematischen Fokusgruppen zusammen. Dadurch können Ergebnisse gebündelt und in den Förderschwerpunkt integriert werden. Die Einbindung von Unternehmen in den einzelnen Verbundprojekten ist zudem Erfolgsschlüssel, um Präventionsstrategien erfolgreich in der Praxis zu erproben und umzusetzen. Mit seinen zukunftsorientierten Forschungsaktivitäten trägt der Förderschwerpunkt dazu bei, die Vitalität, Kreativität und Innovationsfähigkeit von Unternehmen und ihren Beschäftigten zu stärken. Damit werden insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dabei unterstützt, ihre Wettbewerbsfähigkeit und Standortvorteil dauerhaft zu sichern.  

Im Förderschwerpunkt  erarbeiten Präventionsallianzen aus Wissenschaft, Wirtschaft und dem Arbeits- und Gesundheitsschutz in 30 bundesweit geförderten Verbundprojekten anwendungsorientierte Ansätze für eine präventive Arbeitsgestaltung. Ziel ist es, unter anderem mit Unterstützung von smarten Technologien, Konzepte und Modelle eines zukunftsfähigen Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu entwickeln. Der Förderschwerpunkt wird durch das Projekt MEgA wissenschaftlich begleitet. Die Projekte werden gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

TErrA wurde der Fokusgruppe 4 „Individualisierte und präventive Arbeitsgestaltung“ zugeordnet.

Die Verbundprojekte der Fokusgruppe 4 untersuchen organisationale Gegebenheiten mitsamt ihren Auswirkungen auf gesundheitsrelevante Aspekte. Neben Analysen betrieblicher und organisatorischer Voraussetzungen werden Monitoringsysteme entwickelt, die arbeitsbezogene Parameter sowie gesundheitsgefährdende Belastungen erfassen. Aufbauend entwickelte und erprobte Maßnahmen tragen zu einer präventiven Arbeitsgestaltung bei – über einzelne Organisationen (kleine und mittlere Unternehmen, Großunternehmen) und verschiedene Branchen  wie Metall und Elektro, Logistik oder Forstwirtschaft hinweg. Dazu zählen Instrumente des nachhaltigen Gesundheitsschutzes, Schulungs- und Trainingsprogramme, ein Modell zum überbetrieblichen Tätigkeitswechsel sowie Methoden, um psycho-soziale Gesundheitsressourcen zu stärken. Berücksichtigung finden auch Konzepte zur Vereinbarkeit von Familie, Unternehmen und Region.

Die zentralen Ergebnisse der Fokusgruppenarbeit wurden bei der Zeitschrift für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention præview sowie bei der Abschlusstagung „Chance 4.0 – Die Rolle von Arbeitsgestaltung und Bildung in der digitalen Industriegesellschaft“  am 13. Februar 2019 in Bad Oeynhausen präsentiert. Zusätzliche Impulse zum Thema "Chance 4.0" setzt das Thesenpapier.

Zudem informiert die Broschüre "Fokusgruppe 4: Individualisierte und präventive Arbeitsgestaltung" umfassend über die Ziele der Fokusgruppe und ihre beteiligten Projekte.

 

Das Thesenpapier und die Broschüre finden Sie angehängt.