Karriere am liebsten in Deutschland

23.10.14

Viele wollen kommen, wenige wollen gehen: Deutschland gehört nach den USA, Großbritannien und Kanada zu den beliebtesten Einwanderungsländern für Arbeitskräfte. Gleichzeitig ist die Bereitschaft der deutschen Beschäftigten, für den Beruf ins Ausland zu gehen, vergleichsweise gering. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie Decoding Global Talent im Auftrag der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) und der Online-Stellenbörse StepStone. Dafür wurden Mitte diesen Jahres mehr als 200.000 Beschäftigte aus 189 Ländern befragt, davon 16.000 aus Deutschland.

Die Zahlen unterstreichen die Attraktivität Deutschlands im internationalen Wettbewerb um Fachkräfte: „Die internationale Rekrutierung bietet eine große Chance, den Bedarf an Fachkräften trotz des demographischen Wandels nachhaltig zu stillen“, sagt Dr. Sebastian Dettmers von StepStone Deutschland. 

Aber auch bei einheimischen Beschäftigten ist Deutschland sehr beliebt. Während weltweit durchschnittlich etwa zwei von drei Arbeitnehmern grundsätzlich bereit sind, für einen Job ins Ausland zu gehen, sind es in Deutschland weniger als die Hälfte. Dabei sind die 21- bis 30-Jährigen ähnlich heimatverbunden wie die Älteren. Rainer Strack, Senior Partner bei BCG und einer der Autoren der Studie, glaubt nicht, dass sich das ändern wird. Auch deshalb, weil Deutschland eines der Länder ist, dass den Fachkräftemangel am deutlichsten spürt. Das versetzt qualifizierte Mitarbeiter in die angenehmen Lage, die Wahl zu haben: „Die Chancen, in Deutschland Karriere zu machen, werden eher besser als schlechter“, meint Strack.