Junge Menschen sehen demographischen Wandel mit Zuversicht und Sorge

05.05.14

Erst Problem, dann Chance – junge Menschen zwischen 20 und 34 sehen mit Sorge auf den demographischen Wandel. Das ergab eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach. Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend befragte das Institut im vergangenen Herbst junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren zu ihrer Einstellung gegenüber dem demografischen Wandel. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt im April 2014 veröffentlicht.

Rund 77 Prozent der Befragten haben schon vom demographischen Wandel gehört. Vor sechs Jahren waren das noch lediglich 46 Prozent. Und immerhin 48 Prozent der Befragten gaben an, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Allerdings überwiegt beim Blick in die Zukunft die Sorge. Über 60 Prozent der Befragten sehen sich mit einer Zukunft konfrontiert, die längere Lebensarbeitszeit, mehr Angehörigenpflege, Einschränkungen der staatlichen Vorsorgeleistungen, Zwang zu mehr Eigenvorsorge sowie zusätzliche Belastungen durch höhere Steuern für sie bereithält. Die gute Nachricht: Der Blick auf die demographischen Veränderungen führt bei den meisten Befragten nicht zu Ressentiments gegenüber der älteren Generation. Zwar weisen 18 Prozent der Befragten auf die mögliche Überforderung der eigenen Generation durch die Beiträge zur Renten- und Krankenversicherung hin. Aber 59 Prozent sind zuversichtlich, dass Jüngere und Ältere gleichermaßen vom demographischen Wandel profitieren, 15 Prozent sehen die meisten Vorteile gar auf Seiten der Jüngeren.

Insgesamt blicken die Befragten jedoch zuversichtlich in die Zukunft. Immerhin 23 Prozent erwarten für sich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, und 63 Prozent der 20-34-Jährigen blicken dem nächsten Jahrzehnt hoffnungsvoll entgegen. Das liegt auch daran, dass sich die jungen Erwachsenen auf die ihnen heute zur Verfügung stehenden Mittel wie Einkommen, Ersparnisse oder familiäre finanzielle Unterstützung verlassen. 

Von der Politik erwarten die 20 bis 34-jährigen vor allen Dingen eins: Bei politischen Entscheidungen solle genau darauf geachtet werden, dass keine Generation benachteiligt werde. 

Die Allensbach Studie steht hier zum Download bereit.