Internationale ddn Konferenz: Was Teilnehmer erwartet und wer wie profitiert

14.01.14

Am 20. und 21. Februar findet in Berlin die internationale ddn-Konferenz "Human Economy - Sustainable Resource Management of an ageing workforce" statt. Für ddn ist es die erste Konferenz dieser Art mit Gästen und Demographie-Experten aus der ganzen Welt. Im Interview erläutern die verantwortlichen ddn-Vorstände Prof. Dr. Victoria Büsch und Christian Werner, was hinter der Veranstaltung steckt und warum man sie auch als regional verorteter Mittelständler nicht versäumen sollte.
    
ddn: Was gab den Anstoß für ddn, erstmalig eine internationale Konferenz zu organisieren?    

Werner: Das Demographie Netzwerk ist mit der Gründung des ddn Schweiz und den bestehenden Kooperationen in Europa und Amerika auf einem internationalen Weg. Das Erfolgsmodell ddn e.V. mit seinen regionalen Netzwerken und dem Zusammenbringen örtlicher Akteure interessiert eine ganze Reihe von Ländern, insbesondere in Europa. Mitgliedern und Interessierten können wir inzwischen eine internationale Perspektive auf das Thema Demographie ermöglichen - auch um kulturübergreifend zu lernen und sich zur Zukunft der Arbeit austauschen zu können.
    
ddn: Wen genau will die Konferenz ansprechen?    

Büsch: Die Konferenz wendet sich gleichermaßen an Unternehmer, Wissenschaftler und Politiker. Durch renommierte nationale und internationale Referenten wie z.B. Thomas Sattelberger, Beatrice Heijden und Carol Black,werden aus unterschiedlichen Perspektiven die Facetten der "human economy" in Zeiten des demografischen Wandels erläutert. Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, über die Beiträge zu diskutieren und in Workshops Lösungsansätze zu erarbeiten. 
    
ddn: Wozu kann die ddn-Konferenz beitragen und wer kann wie von ihr profitieren?    

Werner: In der Konferenz können Experten und Entscheider gemeinsam Rückschlüsse auf die eigene Strategie ziehen, sich mit anderen austauschen und so praxisrelvante Impulse für eigene Planungen erhalten. Es geht um Organisations,- Kompetenz- und Personalfragen rund um die Herausforderungen der heutigen und künftigen Mitarbeiter. Immer deutlicher wird, dass es nicht ausreicht, nur auf das Funktionieren oder Ausbauen der Human Capital Agenda zu schauen. Es geht vielmehr um die Rahmensetzung der Zukunft und ein Update der Praktiken. Dabei gilt es über Ressorts oder Sparten in einem Unternehmen hinwegzudenken und ein erfolgreiches Agieren für die Zukunft zu sichern. Das WIE ist entscheidend. 
    
ddn: Welche Impluse kann die Veranstaltung insbesondere KMUs geben?

Büsch: Es werden Zukunftsthemen und -strategien diskutiert, die unabhängig von der Größe des Unternehmens sind wie z.B. Rekrutierungsmöglichkeiten im demografischen Wandel. Denken Sie beispielsweise auch an Themen wie neue Karrieremodelle oder alternsgerechte Arbeitsplätze. Das betrifft KMU aus ganz Deutschland, die erfolgreich am Markt bestehen wollen und durch unsere Veranstaltung einen Wissensvorsprung erhalten können.
    
ddn: Zur Konferenz werden Fachleute und Teilnehmer aus der ganzen Welt erwartet. Erschweren unterschiedliche demographische Ausgangslagen in den Teilnehmerländern nicht die Erarbeitung von gemeinsamem Handlungswissen?    

Büsch: Natürlich wird es eine 1:1 Übernahme der Erkenntnisse nur in seltenen Fällen geben können, aber auch bei innerdeutschen Beispielen gilt es immer, die spezifischen Besonderheiten bei der Umsetzung zu berücksichtigen. In Ballungszentren wie Hamburg beobachten wir auch beispielsweise noch Zuwanderung von Erwerbstätigen während gerade ostdeutsche Regionen von Abwanderungen betroffen sind. Aber gerade durch den direkten Austausch mit den bunt gemischten Teilnehmern lassen sich Idee sammeln, die Besucher später vor Ort nutzen können. Die unterschiedlichen demographischen, wirtschaftlichen und kulturellen Ausgangslagen bieten somit die Chance auf völlig neue Erkenntnisse und Impulse. Darauf freuen wir uns!

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Prof. Dr. Victoria Büsch

 

Christian Werner