Immer mehr ältere Menschen gehen arbeiten

21.11.14

Es bleibt bei dem Vorhaben der Bundesregierung, die Rente mit 67 durchzusetzen. In dem Rentenbericht, den das Bundesarbeitsministerium alle vier Jahre erarbeitet, bezeichnet die Bundesregierung die Anhebung der Altersgrenze bis zum Jahr 2029 als "notwendig und vertretbar". Für das Festhalten an der Rente mit 67 nennt das Bundesarbeitsministerium folgende Gründe: 

  • In Deutschland wächst zukünftig die Anzahl älterer Menschen, während die Bevölkerung insgesamt zurückgehe.
  • Auch in der Rentenversicherung werde die Zahl der Rentenempfänger erheblich steigen - die der Beitragszahler sinken. 
  • Zudem drohe den Betrieben ein Fachkräftemangel, "der sich bereits jetzt in einigen Berufen, Branchen und Regionen abzeichnet".

Was die Bundesregierung motiviert: Die Zahlen der Erwerbstätigen in der Altersgruppe der über 60-Jährigen steigen heute schon. So war im vergangenen Jahr jeder zweite Deutsche über 60 Jahren erwerbstätig; im Jahr 2000 war es nur jeder Fünfte. Damit ist die Quote der Erwerbstätigen 60- bis 64-Jährigen seit dem Jahr 2000 um das Zweieinhalbfache gestiegen. Im zweiten Quartal 2014 lag die Quote bereits bei 52,6 Prozent. Dem Rentenversicherungsbericht zufolge gehen die Älteren auch immer später in Rente. So lag im Jahr 2000 das durchschnittliche Renteneintrittsalter bei durchschnittlich 62,3 Jahre. Heute sind es 64,1 Jahre - ein Anstieg um fast zwei Jahre.