Große Koalition will Fachkräftesicherung unterstützen

29.11.13

Mehr Qualifikation, eine stärkere Einbindung der "stillen Reserve" und die Fortführung von Initiativen zur Beschäftigung von Menschen über 50 - der demographische Wandel schlägt sich auch im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD nieder. Zwar definiert das Vertragswerk kein übergreifendes Politikfeld Demographie, so dass eine zentrale Koordinierung des demographischen Wandels nicht in Sicht ist. Auch wenn keine konkreten Maßnahmen genannt werden, viele anstehenden Aufgaben werden beim Namen genannt - und zum Teil auch an Dritte verteilt.

Zur Sicherung des Fachkräftebedarfs legt der Koalitionsvertrag einen Schwerpunkt auf die Qualifikation junger Menschen. Insbesondere jungen Menschen mit Migrationshintergrund sollen auf den Einstieg ins Berufsleben so früh wie möglich vorbereitet werden. Das soll über eine erhöhte Bildungsbeteiligung, Netzwerke sowie Programme zur Integration und Nachqualifizierung geschehen. 
Darüber hinaus müssen auch ältere Beschäftigte dazulernen, um ihre Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten. Die kommende Bundesregierung möchte daher das Prinzip des lebenslangen Lernens stärken und die Weiterbildungsbeteiligung Älterer steigern.

Bei der Schaffung alternsgerechter Arbeitsplätze nehmen die Koalitionäre die Unternehmen in die Pflicht. Sie müssen ihre Anstrengungen für eine alternsgerechte Arbeitswelt und eine demographiesensible Personalpolitik verstärken. Explizit verweist der Koalitionsvertrag dabei auf die unterstützende Leistung der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), die aus Bundesmitteln finanziert wird. ddn sieht darin eine Bestätigung seiner Gründungsidee. Schließlich wurde Das Demographie Netzwerk aus INQA heraus gegründet, damit Unternehmen gemeinsam Lösungen für eine alternsgerechte Arbeitswelt entwickeln.