Good Practice: SAP und BASF machen es vor

30.06.12

Wie können die Potenziale älterer Arbeitnehmer in Zeiten knapper werdender Arbeits- und Fachkräfte besser genutzt werden? Dieser Frage widmete sich die Fachtagung „Nachhaltige Personalpolitik in einer alternden Gesellschaft“, die econsense und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gemeinsam am 11. Juni in Berlin ausrichteten. Bei der Tagung wurden die Folgen des demographischen Wandels aus wissenschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Perspektiven beleuchtet. Zudem präsentierten Referenten von ThyssenKrupp, SAP, Datev und BASF Best Practice Beispiele einer nachhaltigen Personalpolitik.

 

Demographiebeauftragte der SAP, Dr. Heidrun Kleefeld

 

Unternehmen wie das ddn Mitglied SAP haben bereits Maßnahmen ergriffen, um einer alternden Belegschaft gerecht zu werden. Dr. Heidrun Kleefeld machte deutlich „die Vielfalt hinsichtlich des Alters stärker als in der Vergangenheit zu nutzen und den Anteil der Frauen im Unternehmen zu erhöhen“. Voraussetzung dafür ist, dass das Unternehmen die Bedürfnisse der Mitarbeiter kennt und auf die unterschiedlichen Lebensphasen eingeht. Das CareerSuccess Center bietet den Arbeitnehmern bei SAP Transparenz darüber, welche Karriereschritte aus einer bestehenden Rolle heraus möglich sind oder welches Arbeitszeitmodell für jeweilige Lebensphase geeignet ist.

 

Jutta Rösl, BASF

 

Auch andere Konzerne wie das ddn Mitglied BASF setzen gezielte ;aßnahmen ein, um auf den Fachkräftemangel einzugehen. Unter dem Namen Generations@Work wurden im Jahr 2006 unterschiedliche Maßnahmen initiiert, um die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter bis ins später beginnende Rentenalter erhalten zu können. „Für uns ist Demographie immer ein ganzheitlicher Ansatz und betrifft alle Organisationsstrukturen im Unternehmen“ so Jutta Rösl von BASF. Da in zehn Jahren jeder zweite der heutigen BASF Belegschaft über 50 Jahre alt sein wird, liegt deshalb ein besonderes Augenmerk auf präventiven Gesundheitsmaßnahmen. Mit kostenlosen Gesundheitschecks sowie Sport- und Gesundheitsprogrammen wie „Fit ins Wochenende“ oder „Wirbelsäulengymnastik 50plus“, versucht BASF den Konzerndemographiefest zu machen und die Arbeitnehmer länger im Erwerbsleben zu halten.  

Weitere Informationen zur Fachtagung „Nachhaltige Personalpolitik in einer alternden Gesellschaft“ sowie die Präsentationen der Referenten finden Sie hier.