Gesamtwirtschaftliche Effekte der demografischen Alterung

16.12.19

Welche Auswirkungen hat die demografische Alterung auf das Produktivitätswachstum und makroökonomischen Größen in Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Österreich, Spanien und den USA? Und welche Potenziale ergeben sich durch den arbeitssparenden technologischen Fortschritt, um die Folgen des demografischen Wandels abzumildern?

Das Fokuspapier der Bertelsmann Stiftung hält wesentliche Kernegebnisse der Studie „Macroeconomic consequences of ageing and directed technological change“ in deutscher Sprache fest.

Die Studie zeigt auf, dass der demografische Wandel für die meisten entwickelten Industrienationen eine schrumpfende und ältere Bevölkerung bedeutet. Dies hat für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung einer Volkswirtschaft erhebliche Konsequenzen. Betroffene Bereiche sind unter anderem die gesamtwirtschaftliche Produktivität, Ersparnisse und Investitionen, die Entwicklung des Preisniveaus, das BIP sowie der Leistungsbilanzsaldo eines Landes.

Für Deutschland bedeutet dies konkreter:

Die stark alternde und schrumpfende Erwerbsbevölkerung in Deutschland in den nächsten 20 Jahren wird sich negativ auf das Wirtschaftswachstum und die durchschnittlichen Einkommen auswirken. Investitionen in Automatisierung und Kommunikationstechnologien könnten diese Entwicklung kompensieren.

In welchem Umfang diese Investitionen nötig wären und welche Wohlstandseinbßen drohen haben Martina Lizarazo López, Thieß Petersen, Serguei Kaniovski und Thomas Url in dem Fokuspapier dargestellt. Zusätzlich zeigen sie, in welchem Zusammenhang die gesellschaftliche Alterung und der technologische Fortschritt stehen. Es stellt sich heraus, dass durch einen alterungsbedingten und arbeitssparenden technologischen Fortschritt negative Auswirkungen der gesellschaftlichen Alterung auf den durchschnittlichen materiellen Wohlstand je Einwohner abgemildert werden können, insofern künftig mehr als in der Vergangenheit in Automatisierung und Digitalisierung investiert wird.

 

Das Fokuspapier können Sie hier herunterladen.

 

 


Bild: Bertelsmann Stiftung

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