"Generation Mitte" blickt skeptisch auf demographischen Wandel

05.11.14

Die heute 30 bis 59-Jährigen sind davon überzeugt, dass der demographische Wandel die Sicherungssysteme und die eigenverantwortliche Vorsorge verändern wird. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD) im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. , kurz GDV.
Die Studienergebnisse zeigen, dass die 1245 Befragten der Altersgruppe der 30 bis 59-Jährigen, der sogenannten "Generation Mitte", von einem Gefühl geprägt ist, dass sich die Gesellschaft rasch verändert. Größter Treiber ist demnach der digitale Wandel - das sagen 70 Prozent der Befragten. 68 Prozent der befragten Altersgruppe macht die demographische Entwicklung in Deutschland Angst. 
 

Danach ist sich diese Alterskohorte darüber klar, dass der demografische Wandel tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen nach sich ziehen wird. Eine Mehrheit erwartet direkte Konsequenzen für die sozialen Sicherungssysteme. Weitere Ergebnisse der Befragung: Vier von fünf Befragten erwarten steigende Rentenbeiträge (82 Prozent) und ein höheres Renteneintrittsalter (83 Prozent). Fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) sieht die Gefahr, dass die sozialen Sicherungssysteme zusammenbrechen könnten.
Bemerkenswert: 90 Prozent der 30 bis 59-Jährigen erwarten starke Effekte des demographischen Wandels in Deutschland. Aber die prognostizierten Auswirkungen werden nicht auf das eigene Leben übertragen: Nur 36 Prozent erwarten Auswirkungen des demographischen Wandels auf das eigene Leben.