Geburtenüberschuss in Hamburg und Berlin

22.09.14

Die Zahl der Lebendgeborenen ersetzt die Zahl der Gestorbenen in Deutschland laut Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung nur noch zu 77 Prozent. Den rund 675.000 Kindern, die im Jahr 2012 geboren wurden, standen etwa 870.000 Sterbefälle gegenüber. Daraus ergab sich ein natürlicher Bevölkerungsrückgang um 195.000 Personen. Für eine langfristig stabile Bevölkerungsgröße wäre - unter Nichtberücksichtigung der Zuwanderung - ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Geborenen- und Sterbefällen notwendig.

Ein Blick auf die Bundesländer zeigt regionale Unterschiede: Nur in Berlin (+8 Prozent) und in Hamburg (+4 Prozent) werden mehr Kinder geboren als Menschen sterben, alle anderen 14 Länder weisen eine natürliche Schrumpfung auf. So rangieren Sachsen-Anhalt und das Saarland am unteren Ende der Skala mit den prozentual höchsten Sterbefallüberschüssen (-44 Prozent). Die Abwanderung junger Menschen und damit der zukünftigen Elterngeneration in andere Regionen spielt eine entscheidende Rolle.