Flexi-Rente: ddn-Stellungnahme zur aktuellen Debatte

22.07.14

Der ddn-Vorsitzende Rudolf Kast präsentierte Anfang Juni bei der Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen e.V. im Deutschen Bundestag die ddn-Position zur Flexi-Rente. Eingeladen waren unter anderem die BDA, der DGB und die Deutsche Rentenversicherung Bund. Die ddn Position in der Zusammenfassung: Wer länger arbeiten will, soll das dürfen. Wer aufgrund hoher Belastung früher aufhören muss, soll das können, ohne von Altersarmut bedroht zu sein. 

Gerade Wissensarbeiter wollen oft über das gesetzliche Rentenalter hinaus arbeiten. ddn plädiert für vereinfachte Regelungen bezüglich Besteuerung und Sozialversicherung, um diese Tendenz zu unterstützen. Zudem sollten Rentenbeiträge weiterhin abgeführt werden, so dass höhere Rentenansprüche erworben werden. Davon profitieren würden auch Unternehmen, die auf diese Weise das Know-how erfahrener Mitarbeiter länger im Unternehmen halten können.

Andererseits brauchen körperlich stark belastete Arbeitnehmergruppen auch künftig bezahlbare, flexible Übergänge in die Rente. Sie brauchen Möglichkeiten, früher in Rente zu gehen, ohne der Altersarmut anheim zu fallen. Möglich wäre die durch die Kombination von Altersteilzeit mit Zeitwertkonten oder durch die Inanspruchnahme von Teilrenten mit Ergänzung durch Wertguthaben. ddn plädiert dafür, den Bezug von Teilrenten nicht wie bisher ab 63 Jahren, sondern für Beschäftigte in körperlich besonders belastenden Berufen bereits ab 60 Jahren anzubieten. 

ddn befürwortet außerdem die Einführung eines Opt-Out Modells für die betriebliche Altersvorsorge. Dies könnte auf tarifvertraglicher oder verstärkt auf betrieblicher Ebene geschehen. Zudem würde die Abkehr von der zusätzlichen Verbeitragung der Betriebsrenten in der Kranken- und Pflegeversicherung zu höheren Renditen und damit zu mehr Attraktivität der betrieblichen Altersvorsorge in Deutschland beitragen.