Familienministerium ist Mitglied im Demographie Netzwerk ddn

01.08.11

Dortmund, 01.08.2011: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ist neues Mitglied im Demographie Netzwerk e.V. (ddn). Thematisch werden ddn und das BMFSFJ künftig vor allem beim Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ und damit verbundenen Instrumenten wie der Familienpflegezeit eng zusammenarbeiten.

Das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) ist nach dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales das zweite Bundesministerium, das Mitglied im Demographie Netzwerk ist. Das zeigt, dass das Thema „Demographie“ ressortübergreifend eine wachsende Bedeutung bekommt und die enge Kooperation mit den Unternehmen gesucht wird. Vor allem bei der „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ und damit verbundenen Instrumenten wie der Familienpflegezeit werden ddn und BMFSFJ kooperieren und die verschiedenen Aspekte des Themas in die Arbeitskreise des ddn tragen. 

„Wir wollen den Austausch mit Wirtschaftsunternehmen weiter intensivieren, um so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland zu verbessern“, erklärt der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Josef Hecken. „Die Beschäftigung Älterer in Unternehmen, Weiterbildung und die aktive Gestaltung des Übergangs vom Beruf in die Rente tragen zur Zufriedenheit von Arbeitnehmern und Unternehmen bei.“

ddn setzt sich seit seiner Gründung für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein und unterstützt entsprechende Maßnahmen der Politik. Nach aktuellen Studien entspricht dies dem Trend in Gesellschaft und Wirtschaft. Für 87 Prozent der Bevölkerung ist es „sehr wichtig“ oder „wichtig“, dass es Berufstätigen erleichtert wird, Angehörige zu pflegen. Auch 82 Prozent der Unternehmen halten es für wichtig, die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu erleichtern und möchten durch flexible Arbeitszeiten einen Beitrag leisten. 

„Mit der Familienpflegezeit fördert die Politik Arbeitszeitmodelle, die eine gleichzeitige Ausübung von Erwerbstätigkeit und Pflege ermöglichen. Die neuen Flexibilisierungsmöglichkeiten finden wir richtungsweisend, da sie der Alterung der Gesellschaft gleich in zweifacher Hinsicht Rechnung tragen“, sagte ddn-Geschäftsführer Dr. Rainer Thiehoff. 

Zahlreiche Mitgliedsunternehmen des ddn nehmen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine Vorreiterrolle ein. Das ddn-Regionalnetzwerk Südbaden wird am 9. November 2011 im Konzerthaus Freiburg mit namhaften Referenten den Aspekt familienorientierter Unternehmenspolitik als Standortfaktor beleuchten.

Das Demographie Netzwerk ddn e.V. ist ein Zusammenschluss von über 270 Unternehmen und Verbänden, die gemeinsam Verantwortung für über zwei Millionen Beschäftigte tragen. Neben großen DAX-Unternehmen zählen auch viele mittelständische und kleine Betriebe sowie Forschungseinrichtungen und Arbeitgeber der öffentlichen Hand zu den Mitgliedern. Ziel des ddn ist es, den demographischen Wandel in Unternehmen als Chance für eine neue Qualität der Arbeit zu begreifen und eine Plattform für den Wissenstransfer zwischen Unternehmen zu bieten. ddn wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert.
Pressekontakt: Dr. Rainer Thiehoff, Geschäftsführer ddn, Telefon: 0231.9071-2846/2206 
E-Mail: thiehoff@ddn-netzwerk.de, http://demographie-netzwerk.de