Fachkräftemangel spitzt sich weiter zu

03.09.12

Viele Unternehmen kämpfen mit den Herausforderungen des Fachkräftemangels. Trotzdem haben  überraschend viele Firmen keine Diversitystrategie und lehnen eine Frauenquote ab, wie die aktuelle HR-Trendstudie der Unternehmensberatung Kienbaum Consultants International GmbH zeigt.

Für die Studie wurden rund 170 Personal- und Planungsverantwortliche zu den Themen Human Resource Management, Employer Branding und Diversity befragt. Demnach stehen Unternehmen vor großen Herausforderungen, passende Bewerber für die Bereiche IT, Ingenieurwesen und Vertrieb zu rekrutieren. Viele Personalverantwortliche setzen deshalb auf Employer Branding: Als beliebtestes Werkzeug, um Bewerber für ihr Unternehmen zu gewinnen, gelten Jobbörsen im Internet. Das gaben 88 Prozent der Personaler an. Laut Studie scheuen sich noch viele Firmen davor, die Möglichkeiten des Web 2.0 wahrzunehmen, um sich als Unternehmen zu präsentieren und jüngere Zielgruppen zu erreichen. Ein weiterer Grund für den zunehmenden Fachkräftemangel ist, dass 70 Prozent der befragten Unternehmen keine explizite Diversity-Strategie besitzen. Auch gaben 85 Prozent der Personalverantwortlichen an, eine gesetzliche Frauenquote abzulehnen.  

Konzerne, wie ddn Mitgliedsunternehmen BASF, gehen deshalb neue Wege, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken und setzen verstärkt auf die Ausbildung schwächerer Schulabgänger. Ab dem kommenden Jahr können Bewerber bei BASF ihren Hauptschulabschluss im Laufe der Qualifizierung nachholen. Zudem wird die Altersgrenze von 20 auf 25 Jahre hochgesetzt. 

ddn unterstützt Unternehmen dabei, Betriebe bei den Herausforderungen des demographischen Wandels zu unterstützen. In der Rubrik „Fachkräftesicherung“ finden Personaler konkrete Tipps, wie sie die Herausforderungen des demographischen Wandels stemmen können.