Fachkräftekonferenz „Neues wagen, Lösungen gestalten“

15.02.11

„Zur Deckung der Fachkräftebedarfs in Baden-Württemberg brauchen wir jeden Einzelnen und es ist ein ganzes Bündel von Strategien erforderlich. Dazu sollen auf der heutigen Konferenz anhand von innovativen Praxisbeispielen Ideen ausgetauscht werden“, erklärte  Wirtschaftsminister Ernst Pfister bei der Eröffnung. Die von rund 600 Teilnehmern besuchte Veranstaltung im Stuttgarter Haus der Wirtschaft wurde vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit ddn veranstaltet.

 



Der Minister betonte, dass bereits heute in Baden-Württemberg rund 100.000 Fachkräfte fehlen und sich dieser Fachkräftemangel aufgrund der demographischen Entwicklung noch erheblich verschärfen könne. „Nach einer von uns in Auftrag gegebenen Studie fehlen ohne entsprechende Gegenmaßnahmen bereits im Jahr 2015 rund 280.000 Erwerbstätige; im Jahr 2030 wären dies bereits 500.000 Erwerbstätige“, erklärte Ernst Pfister. Als besonderes Problem nannte der Minister den Fachkräftemangel bei den Ingenieurberufen, von dem das Land unter allen Bundesländern am stärksten betroffen sei.

 „Im ddn-Netzwerk tauschen sich unsere Mitglieder über erprobte betriebliche Lösungen aus und erarbeiten in den Unternehmen auch neue Wege zum Umgang mit dem demographischen Wandel. Letztendlich geht es uns dabei um eine neue Qualität der Arbeit“, nahm ddn- Vorstand Bengt Krauß den Ball auf und veranschaulichte in seiner Begrüßung die Arbeit des Demographie Netzwerks. 

Wie der demographische Wandel betrieblich angegangen werden kann, erfuhren die 600 Teilnehmer anschließend in Podiumsdiskussionen und Praxisforen. Die Foren behandelten die Themen „Neugierig sein, neugierig bleiben: Personalentwicklung von jung bis alt“, „Altersgemischte Teams: Mit Generationenvielfalt Qualifikationen fördern“, „Lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung  - Vernetzung von Arbeitszeit und Zeitwertkonten“ sowie „Frauen als Fach- und Führungskräfte: Potenziale nutzen“. 

Die Ergebnisse der Foren, bei denen auch viele ddn-Mitgliedsunternehmen Pate für gute Praxislösungen standen, wurden anschließend von Dr. Christine Watrinet, Leiterin des ddn-Regionalnetzwerks Stuttgart zusammengefasst.

„Die Veranstaltung von ddn und baden-württembergischen Wirtschaftsministerium hat ihr Ziel in vollem Umfang erreicht. Es ist nicht nur deutlich geworden, dass Unternehmen handeln müssen, sondern auch wie dies geschehen kann. Entsprechend groß war auch das Interesse an Angeboten des ddn“, bilanzierte ddn-Vorstand Bengt Krauß.

Die Vorträge zur Fachkräftekonferenz finden ddn-Mitglieder im Intranet.