„Es ist an uns, den Umbruch der Arbeitswelt für und von allen zu gestalten“

28.01.21

Zweites DDP-Initiator*inneninterview mit Sebastian Harrer von ING Germany

 

ING Deutschland ist als Mitinitiator des Deutschen Demografie Preises 2021 Pate der Kategorie „New Work, zum Leben erweckt“. Im zweiten Interview der kleinen Serie, in der sich die Impuls- und Ideengeber hinter dem Preis vorstellen, erklärt Sebastian Harrer, Head of HR bei ING Deutschland, den Zusammenhang zwischen New Work und Demografie und gibt einen Ausblick auf die Arbeitswelt nach Corona.

 

 

 

 

Herr Harrer, welche Ziele und Wünsche verknüpfen Sie als Mitinitiator mit dem Deutschen Demografie Preis 2021?

Viele Unternehmen gehen kreativ, neugierig und zugleich pragmatisch mit dem Wandel der Arbeitswelt um. Das spiegelt sich für mich vor allem darin wider, dass sich Mitarbeiter*innen aller Generationen einbringen und diesen Prozess mitgestalten. Es ist mir ein Anliegen, dass dies sichtbarer wird.

 

Sie sind Repräsentant der Kategorie „New Work, zum Leben erweckt“. Welche Verbindung sehen Sie zwischen New Work und Demografie?

Die Arbeitswelt verändert sich und wartet nicht, bis wir so weit sind. Es ist an uns, den Umbruch der Arbeitswelt spätestens jetzt anzugehen. Wir schaffen das nur, wenn dieser für und von allen gestaltet wird. Dafür setzt sich ddn ein und hinter diesem Ansatz stehe ich persönlich.

 

Wie sieht New Work in Ihrem Unternehmen aus?

Seit Sommer 2019 arbeiten bei uns alle Organisationseinheiten agil: weniger Hierarchiestufen und interdisziplinäre Teams, um Entwicklungen und Prozesse flexibler zu gestalten. Anpassungsfähiger, eigenverantwortlicher und kundenzentrierter – darin liegt für uns der Kern des Wandels.

 

Die Corona-Pandemie hat dem Thema New Work (notgedrungen) Vorschub geleistet, vor allem hinsichtlich der Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort. Welche Hoffnungen haben Sie für das New Normal „nach“ Corona?

Ich bin mir sicher, dass Unternehmen und jeder einzelne aus den Erfahrungen in den vergangenen Monaten gelernt haben: Was hat sich bewährt, um Arbeiten auch in schwierigen Zeiten zu ermöglichen? Was braucht es, um auf sich zu achten und motiviert bei der Arbeit zu bleiben? Was muss neu gedacht werden, um ein innovatives Arbeitsumfeld unabhängig vom Ort zu ermöglichen? Wenn wir die Antworten auf diese Fragen ernst nehmen, können wir Arbeitsbedingungen schaffen, die viel besser zu den individuellen Bedarfen passen.

 

Hier gelangen Sie zum ersten Interview mit Markus Heinen, Leiter People Advisory Services bei EY, in dem er die Chancen der Digitalisierung für die Herausforderungen des demografischen Wandels beschreibt.

x