Echter Kulturwandel

03.05.21

Teil 3: Frauenförderung

Frauen sind nun mal keine Männer.


Anlässlich des 5. Freiburger Unternehmer-Symposiums hat ddn-Vorstandsvorsitzender Rudolf Kast ein großes Interview mit  Dr. Wiebke Ankersen geführt. Im dritten Teil geht es darum, dass die Unterschiede zwischen Männern und Frauen häufig als Defizit wahrgenommen werden - und dass sich das ändern muss. 

Dr. Wiebke Ankersen führt seit 2016 als Geschäftsführerin gemeinsam mit Christian Berg die AllBright Stiftung in Berlin. Die gemeinnützige deutsch-schwedische Stiftung engagiert sich für mehr Frauen und Diversität in den Führungspositionen der Wirtschaft. Sie präsentiert Fakten, sensibilisiert und fordert von den Unternehmen konkrete Ergebnisse bei der Erhöhung des Frauenanteils in den Führungsteams ein.

 

 

 

 

Viele Beispiele von gescheiterten Frauen im Vorstand von DAX-Unternehmen im Personalressort (Allianz, SAP, Dt. Post etc.) deuten darauf hin, dass es eine gezielte langjährige Förderung von Frauen in eine Führungskarriere und in oberste Entscheidungsgremien geben muss, um Frauen vor allem auf die sozialen Herausforderungen in einer Gruppe männlich dominierten Managements vorzubereiten. Stichworte wie Old Boys network, in denen Frauen sich schwer tun, fallen einem hierzu ein und damit verbundene Rituale, Gestiken, Mimiken, Körpersprachen, die für Männer selbstverständlich sind, für Frauen seltsam wirken. Braucht es eine gezielte Förderung von Frauen in der Personalentwicklung zum Gang durch die Institutionen? Beinhaltet diese Förderung auch den sozio-kulturellen Umgang mit männerdominierten Gremien? 

Diese Förderung von Frauen, sich besser an männlich geprägte Systeme anzupassen, gibt es ja bereits – sei es Stimmtraining oder das Trainieren von raumgreifendem Verhalten. Es hat nur leider nicht den gewünschten Effekt gebracht. In Deutschland wird noch immer sehr stark auf die Frauen fokussiert und was sie vermeintlich alles besser machen müssten. Damit sind wir aber seit Jahrzehnten nicht wesentlich weitergekommen.  

Wichtiger wäre es, dass Unternehmen für einen echten Kulturwandel sorgen, für ein inklusives Miteinander, in dem nicht traditionell männliches Verhalten belohnt wird und der Maßstab aller Dinge ist, sondern akzeptiert wird, dass Frauen nun mal keine Männer sind und dass ihre teilweise abweichenden Erfahrungen, Perspektiven und Verhaltensweisen wertvoll sind für das Unternehmen. Frauen sind keine besseren und keine schlechteren Manager als Männer. Das Zusammenspiel von Männern und Frauen, der Mix ist der Schlüssel zum Erfolg in den Unternehmen. Und dafür ist es wichtig, dass Männer lernen, abweichende Perspektiven und abweichendes Verhalten von Frauen als völlig in Ordnung zu respektieren. 

Hier gelangen Sie zum ersten Teil des Interviews mit Dr. Wiebke Ankersen.

Hier gelangen Sie zum zweiten Teil des Interviews mit Dr. Wiebke Ankersen.

Hier gelangen Sie zum vierten Teil des Interviews mit Dr. Wiebke Ankersen.


Das 5. Freiburger Unternehmer-Symposium am 22./23. September 2021 wird aufzeigen, warum Frauen oft besser in der Lage sind, den aus dem „Management by Objectives“ entstandenen transformationalen Führungsstil mit Leben zu füllen und bei Mitarbeitern Vertrauen, Loyalität und Inspiration aufzubauen.

Auf der Veranstaltung wird unter anderem Dr. Wiebke Ankersen ihre Erkenntnisse aus der AllBright-Studie vorstellen.

Das  5. Freiburger Unternehmer-Symposium findet digital statt. Die Moderation übernimmt Dr. Christoph Wirtz. Der Chefredakteur und Chef-Tester von Gault&Millau Deutschland steht für mit seinem Namen für einen kritischen, kompetenten und völlig unabhängigen Journalismus. 

 Auf der Zielgeraden der Programmgestaltung 2021 ist auch das Thema „Erfolgreiche Diversity in Organisationen“ besetzt: Prof. Dr. Isabell Welpe (Lehrstuhl für BWL – Strategie und Organisation an der Technischen Universität München) wird die neuesten Forschungserkenntnisse und auch internationale Benchmarks aus dem Unternehmenskontext vorstellen. Freuen Sie sich auf praxisnahe Empfehlungen, die den individuellen Wissenstransfer erleichtern! 

Mehr Informationen zum Symposium, ebenso die Möglichkeit zur Anmeldung, finden Sie hier

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