DGB fordert Demographie-Reserve

20.06.12

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert eine Stabilisierung des Rentenniveaus. In einem Alternativ-Konzept zur Sicherung der Rente, das am 19.Juni in Berlin vorgestellt wurde, plant der DGB den Aufbau einer Demographie-Reserve, um die nachfolgenden Generationen zu entlasten. 

Die Pläne der Bundesregierung sehen vor, im kommenden Jahr die Beiträge der Rentenversicherung zu senken. Die kurzfristige Entlastung der Erwerbstätigen könnte jedoch zu einem langfristigen Problem der künftigen Rentenbezieher werden – von bis zu 20 Prozent weniger Rentenbezüge für die nachrückenden Generationen ist die Rede. Altersarmut könnte dadurch in Zukunft auch die Mitte der Gesellschaft erreichen.

Statt einer Senkung der Beiträge, plant der DGB deshalb den derzeitigen Beitragssatz zunächst einzufrieren und anschließend bis zum Jahr 2030 stufenweise zu erhöhen. Berechnungen zufolge entsteht so eine Demographie-Reserve von 182 Milliarden Euro. Das bietet Planungssicherheit für Versicherte und Arbeitgeber.

Demographie-Reserve als Basis für flexibles Renteneintrittsalter 
ddn begrüßt die Forderung des DGB die Rente mit 67 abzuschaffen. Laut DGB bietet eine Demographie-Reserve ein Fundament, um der Forderung des ddn, das Renteneintrittsalter zu flexibilisieren, nachzukommen. Denn: Ein starres Renteneintrittsalter mit 67 Jahren wird den unterschiedlichen Erwerbsbiographien nicht gerecht und nimmt Menschen den Freiraum auch in fortgeschrittenem Alter aktiv am Arbeitsmarkt teilzunehmen. 

Weitere Informationen zum Konzept zur Sicherung der Rente des DGB erfahren Sie hier.