ddn: Mehr Menschen in die betriebliche Altersvorsorge bringen

22.03.13

Dortmund, 22.03.2013: Anlässlich des neu erschienenen „Vorsorgeatlas Deutschland“ mahnt ddn an, alles dafür zu unternehmen, damit Menschen mehr Eigenverantwortung für ihre Altersvorsorge übernehmen. Insbesondere bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) könnte die Beteiligung deutlich höher liegen. Profitieren würden Arbeitnehmer und Arbeitgeber: Die Arbeitnehmer, weil sie durch den Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge ihren Lebensstandard auch im Alter aufrechterhalten können. Die Arbeitgeber, weil sie Lohnnebenkosten sparen, Mitarbeiter binden und dadurch wertvolles Wissen im Unternehmen halten können. Wie das funktionieren kann, zeigt das ddn Fachbuch „Betriebliche Vorsorgeinstrumente im demographischen Wandel“.

Es gibt ein ganzes Bündel von Maßnahmen, die nachweislich die Beteiligung von Arbeitnehmern an der bAV steigern können. Dazu zählen beispielsweise die aktive und kontinuierliche Kommunikation der betrieblichen Altersvorsorge durch den Arbeitgeber, die Incentivierung durch zusätzliche Arbeitgeberbeiträge oder das Opting Out, bei dem Arbeitnehmer aktiv werden müssen, wenn sie keine bAV abschließen möchten. Das ddn Fachbuch schildert Erfahrungen mit diesen Instrumenten und erläutert, wie sie in der Praxis umgesetzt werden können.

Dabei zeigt das Buch auch ungewöhnliche, neue Wege. „Wir reden heute über fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge. Eigentlich müssten wir über deutlich mehr und variablere Möglichkeiten der bAV und die Verbindung mit Wertguthabenregelungen sprechen“, ist sich ddn Vorstand Rudolf Kast sicher. „Unsere Vorstellungen, wie Altersvorsorge und der Eintritt in die Rente aussehen, sind deutlich starrer als die Lebenswirklichkeit der Menschen“, so Kast. „Die stehen heute vor der Herausforderung, Beruf und Familie zu vereinbaren, immer kürzere Technologiezyklen durch Weiterbildungen zu bewältigen oder in der Spätphase des Arbeitslebens Rücksicht auf ihre Gesundheit nehmen zu müssen.“

Deshalb beschreibt das Fachbuch auch, wie Langzeitkonten funktionieren und wie Arbeitnehmer sie für Weiterbildungen, flexible Übergänge in die Rente oder für die bAV einsetzen können.

„Dass der aktuelle Vorsorgeatlas die Gesellschaft nochmal wachrüttelt, ist sicher hilfreich. Aber die Fakten sind jetzt bekannt. Jetzt sollten alle Beteiligten, vor allem die Sozialpartner, ihre Energie dafür einsetzen, möglichst viele Arbeitnehmer in die bAV zu bringen“, fordert Kast sozialpartnerschaftliches Handeln ein.

Das Fachbuch „Betriebliche Vorsorgeinstrumente im demographischen Wandel“ ist als zweiter Band der ddn Fachbuchreihe „DemographieManagement kompakt“ erschienen. Im September 2011 veröffentlichte ddn bereits den Band „Strategische Personalplanung“.

Bibliographische Angaben
Das Demographie Netzwerk e.V. (Hrsg.): „Betriebliche Vorsorgeinstrumente im demographischen Wandel“. Analysen, Bestandsaufnahmen und Lösungsmodelle. Marcel Basedow, Rudolf Kast et. al., Wirtschaftsverlag NW, Bremerhaven 2012, 124 Seiten, Softcover, 18,50 €.
ISBN: 978-3-86918-211-7.

 

Das Demographie Netzwerk ddn e.V. ist ein Zusammenschluss von über 350 Unternehmen und Institutionen, die gemeinsam Verantwortung für über zwei Millionen Beschäftigte tragen. ddn wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und ist in der Demografiestrategie der Bundesregierung verankert. Pressekontakt: Pascal Frai, Pressereferent ddn, Telefon: 0231.9071-2818, E-Mail: frai@ddn-netzwerk.de, Weitere Informationen unter http://demographie-netzwerk.de.

Die INITIATIVE NEUE QUALITÄT DER ARBEIT ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Verbänden und Institutionen der Wirtschaft, Gewerkschaften, Unternehmen, Sozialversicherungsträgern und Stiftungen. Ihr Ziel: mehr Arbeitsqualität als Schlüssel für Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland. Dazu bietet die im Jahr 2002 ins Leben gerufene Initiative inspirierende Beispiele aus der Praxis, Beratungs- und Informationsangebote, Austauschmöglichkeiten sowie ein Förderprogramm für Projekte, die neue personal- und beschäftigungspolitische Ansätze auf den Weg bringen. Weitere Informationen unter www.inqa.de.