ddn Berlin-Brandenburg beleuchtete Diversity-Management

09.12.13

"Eine bunte Mischung, passend zum Thema Diversity" - so beschrieb Rolf Kuhlmann, Geschäftsführer der Zukunft im Zentrum GmbH und Leiter des ddn Regionalnetzwerkes Berlin-Brandenburg, das Publikum. Trotz Orkan Xaver kamen zahlreiche ddn-Mitglieder und Partner des Netzwerks zum "Berliner Salon". Das Veranstaltungsformat erfreut sich unter Personalexperten in der Hauptstadt wachsender Beliebtheit.

Im Mittelpunkt des Treffens stand das Thema "Diversity Management": wie können Unternehmen die Vielfalt ihrer Belegschaften fördern? Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin des Vereins Charta der Vielfalt e.V., wies zu Beginn des Abends darauf hin, dass "Diversity Management" inzwischen zur Pflicht für Unternehmen geworden sei. Denn gemischte Teams, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion oder Abstammung, erzielten bessere Ergebnisse. Nicht zuletzt auch, weil die Kunden heute vielfältiger seien. Von Hardenberg machte dies am Beispiel Auto deutlich: Früher wurden Frauen beim Autokauf belächelt und ausschließlich der Mann angesprochen. Heute jedoch haben die Verkäufer erkannt, dass es die Frauen sind, die beim Kauf eines Neuwagens letztendlich die Entscheidungen treffen. 

ddn Vorstandsmitglied Uta Sánchez-Mayoral (SAP) ergänzte, dass Diversity Management die volle Rückendeckung der Chefetage brauche, um erfolgreich zu sein. Und die ließe sich vor allen Dingen dann überzeugen, wenn das Unternehmen wirtschaftlich vom Diversity  Management profitiert. Dass das so ist, belegten Studien, die beispielsweise beweisen, dass altersgemischte Teams effizienter arbeiten als homogene. Und wie wird das Thema Diversity Management bei der SAP AG gehandhabt? Auch dazu gab Sánchez-Mayoral den Salon-Besuchern einen Einblick. 

Damit das Konzept Diversity auch von den Beschäftigten gelebt wird, schärft das Unternehmen in Workshops das Bewusstsein der Beschäftigten für Stereotype und Vorurteile. Dabei geht es beispielsweise um tradierte - und oftmals falsche - Geschlechter- oder Altersbilder. Darüber hinaus erhalten die SAP Beschäftigten auch ganz konkrete Hilfestellungen für spezielle Situationen. So hat sich das Unternehmen verpflichtet, ein Prozent der Arbeitsplätze mit Autisten zu besetzen. In speziellen Workshops werden die nicht-autistischen Kolleginnen und Kollegen darauf vorbereitet, wie diese Zusammenarbeit funktionieren kann.
 
Abschließend richtete sich der Blick der Salon-Teilnehmer ins benachbarte Polen. Dr. Anita Olejnik und Dr. Barbara Glowacz von der West Pommern Business School in Stettin präsentierten die Jobbörse "Witrynapracy 50+" (http://witrynapracy.pl/). Sie wendet sich vor allem an Jobsuchende über 50 Jahre. Das Besondere: Sie bietet Bewerbern und Unternehmen Raum, über formale Qualifikationen hinaus Berufs- und Lebenserfahrungen zu präsentieren. Das Projekt ist gerade erst gestartet. Wie es ankommt, wird ganz sicher Thema eines künftigen Berliner Salons sein.