ddn begrüßt Demographiestrategie der Bundesregierung

26.04.12

Dortmund, 26.04.2012: Am 25. April 2012 hat das Kabinett die Demographiestrategie der Bundesregierung in Berlin verabschiedet. Das Demographie Netzwerk e.V. (ddn) begrüßt den Vorstoß der Bundesregierung und fordert eine ganzheitliche Demographiepolitik mit zentraler Koordinierung.

Im Jahr 2060 wird jeder dritte Bundesbürger im Rentenalter sein. Der veränderte Altersaufbau wirkt sich auch auf die Erwerbsbevölkerung aus, die zukünftig kleiner und älter sein wird. Deshalb ist ein wesentlicher Bestandteil der Demographiestrategie, das Potenzial älterer Arbeitnehmer stärker auszuschöpfen. Dafür appelliert die Bundesregierung an Unternehmen, Arbeitsplätze stärker als bislang an die Möglichkeiten und Bedürfnisse älterer Altersgruppen anzupassen. Maßnahmen dafür sieht die Bundesregierung in einer langfristig angelegten Personalpolitik, einer betrieblichen Gesundheitsförderung, der stärkeren Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie einer lebenslangen Qualifizierung und Weiterbildung. 

Das Demographie Netzwerk e.V. (ddn) begrüßt den Vorstoß der Bundesregierung und forderte bereits 2010 gesundheitsfördernde Maßnahmen und kontinuierliche Fort- und Weiterbildung im Alter stärker in der Praxis anzuwenden. „Auf das Potenzial der Älteren kann die deutsche Wirtschaft angesichts des demographischen Wandels nicht länger verzichten. Deswegen sind die Maßnahmen der ressortübergreifenden Demographiestrategie ein längst überfälliger Schritt in die richtige Richtung, um nachhaltige Impulse für die Steigerung der Erwerbsquote Älterer zu setzen“, sagt ddn Vorstandsvorsitzender Rudolf Kast.

In diesem Zusammenhang sei es wichtig, eine starre Rentenregelung zu vermeiden. Erwerbsbiographien verliefen sehr unterschiedlich und die Aufgabe bestehe darin, Wege und Lösungen zu finden, die dieser Vielfältigkeit gerecht werden, so Kast. Ein flexibler Renteneintritt könne dies ermöglichen. Darüber hinaus fordert ddn eine ganzheitliche Demographiepolitik mit zentraler Koordinierung, um die Lösungsfindung bei demographischen Herausforderungen zu beschleunigen. Bislang erstrecken sich die Zuständigkeiten auf mindestens vier Ministerien.

Das Demographie Netzwerk ddn e.V. ist ein Zusammenschluss von über 300 Unternehmen und Verbänden, die gemeinsam Verantwortung für über zwei Millionen Beschäftigte tragen. ddn wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert.

 

Pressekontakt
Dr. Rainer Thiehoff, Geschäftsführer ddn
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