Collective Impact

27.01.20

Letzte Woche lud Das Demographie Netzwerk e.V. zur ersten Veranstaltung zum "Collective Impact" ein. Christoph Zeckra, ddn-Vorstand, stellte in seiner Begrüßung die Intention von ddn e.V. heraus: Der Demografische Wandel und viele weitere Themen sind sehr komplex geworden und können nicht mehr alleine gelöst werden. Daher möchte ddn - gemeinsam mit anderen - Lösungen für unterschiedliche Problemstellungen finden.

Anschließend zeigte Dr. Bernhard von Mutius anschaulich, was es bedeutet Routinen zu brechen. Er betonte dabei, dass Innovation oder Veränderung nichts Neues seien, sondern nur eine neue Kombination, die neues ermögliche. In der Kooperation sei es wichtig jeden einzelnen zu stärken, denn Kooperation ist Vielfalt. Zwischenzeitlich sei es wichtig Stopp zu sagen, um Gewohnheiten zu durchbrechen und an Grenzen zu gehen beziehungsweise diese zu durchbrechen. Kurz gesagt: Grenzen gestalten, generationsübergreifend, gemeinsam.

Nach diesem inspirierenden Input ging es in vier Themensessions weiter, bei denen praktische Umsetzungen mit „Collective Impact“ vorgestellt wurde. Karin Haist, Körber Stiftung, betonte in ihrer Session „Engagierte Stadt - sektorenübergreifende Kooperation als bewährter Erfolgsfaktor“ die Notwendigkeit einen „gemeinsamen Schmerz“- also ein gemeinsames Verständnis eines Problems - zu identifizieren. Wichtig sei aber auch die Wirkungsmessung anhand der gemeinsamen Erfolgskriterien, auf Augenhöhe zu interagieren, kontinuierlich zu kommunizieren und eine gut ausgestattete Geschäftsstelle zu haben.

Zeitgleich stellte die Joblinge gAG – Ruhr ihr Konzept „Gemeinsam gegen Jugendarbeitslosigkeit“ vor. Auch hier wurde die Wichtigkeit einer gemeinsamen Zielsetzung betont und dass es eine Vielzahl an Wegen für dieses Ziel gibt. Jedoch sollte man sich immer fragen „Wirkt das, was ich auf dem Weg tue?“.

Bei den anschließenden Themensessions zeigte Agnes Wellkamp die erfolgreiche Wirkung der „Engagierten Stadt“ am konkreten Beispiel Bocholt vor.  Gleichzeitig stellte Nina Lehmann die Zukunftsweisende Bildungsstrategie der MRN vor und verwies dabei auf die Herausforderungen, vor denen die MRN stand.

Zuletzt sollten alle Teilnehmenden selbst versuchen mit der Methode „Collective Impact“ zu arbeiten. Dabei wurde schnell deutlich, dass es gar nicht so einfach ist einen „Gemeinsamen Schmerz“ zu finden. Es wurde viel diskutiert wie eine Kooperation in der Realität aussehen kann, gleichzeitig zeigten sich bereits vorhandene Kooperationen, die vorher nicht als „Gemeinsames Wirken“ gesehen wurden.

Am Schluss bleibt nur noch eine Frage offen: Vernetzt ihr euch noch oder kooperiert ihr schon?

 

Weitere Impressionen finden Sie hier.

 

 

 

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