Bayern koordiniert demographischen Wandel zentral

18.02.11

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat einen neuen Kabinettsausschuss gebildet. Dieser soll den demographischen Wandel und seine Folgen zentral koordinieren. Bis Jahresende soll der Ausschuss einen bereichs- und themenübergreifenden Aktionsplan vorlegen, wie der Freistaat damit umgehen will, dass künftig immer mehr ältere Menschen zu versorgen sind. Seehofer betonte, dass der demographische Wandel eine Aufgabe sei, die alle Politikbereiche berühre. Damit erfüllt der bayerische Ministerpräsident eine der zentralen Forderung des ddn. 

Der demographische Wandel betrifft ganz unterschiedliche Politikbereiche wie z.B. die Bildungs-, Familien-, Wirtschafts-, Gesundheits- sowie die Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, die sich somit heute auf mindestens fünf Ministerien erstrecken. Die Politik muss die Dimensionen dieser Herausforderungen verstehen und den demographischen Wandel zur Chefsache machen. Eine ganzheitliche Demographiepolitik, in der Maßnahmen verschiedener Ministerien
so koordiniert werden, dass sie ineinandergreifen, ist dringend geboten. Diese Forderung nach einer Koordinierung bedeutet nicht, dass das ddn mehr staatliche Regulierung verlangt. Die Politik muss vielmehr einen Rahmen schaffen, der aus Betroffenen – Unternehmen, Arbeitgebern und (potenziellen) Arbeitnehmern – Beteiligte bei der Lösungsfindung macht. ddn fordert die Politik deshalb auf, durch ermöglichendes Staatshandeln innovativen Lösungsansätzen eine Chance zu geben, im Stadium des Experiments erprobt zu werden, um sich jenseits von Marktmechanismen zu bewähren und durchzusetzen. 

Das ddn hat am 21. Februar 2011 die Möglichkeit seinen Ansatz des ermöglichenden Staatshandelns der Politik vorzustellen. In einer öffentlichen Anhörung des Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales wurde der ddn-Vorstandsvorsitzende Dr. Jürgen Pfister als Sachverständiger eingeladen, um zum Thema Fachkräftemangel Stellung zu beziehen. 

Zur öffentlichen Anhörung des Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales wird ddn in Kürze hier berichten.