Arbeitszeitflexbilität ist Top-Thema für Unternehmen in 2015

22.12.14

In Folge des demographischen Wandels werden Fortschritte bei der Arbeitszeitflexibilität für deutsche Unternehmen immer wichtiger. Das zeigt das Ergebnis des neusten ifaa-Trendbarometers "Arbeitswelt".
Für die mehr als 600 Experten aus Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft, die das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. (ifaa) im Rahmen des aktuellen Trendbarometers befragte, ist Arbeitszeitflexibilität derzeit das Topthema. "Dabei ist die Platzierung des Themas Arbeitszeitflexibilität unabhängig von der Unternehmensgröße", betonte ifaa-Direktor Sascha Stowasser.  Der Experte erkennt darin das Bestreben deutscher Unternehmen angesichts von Fachkräftemangel und Globalisierung  nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Dass die Folgen des demographischen Wandels in den Unternehmen stärker in den Fokus rücken, zeigen zwei weitere Themen unter den Top 5: Gesetzlicher Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Fachkräftesicherung - ein Aspekt, der erstmals abgefragt wurde und sofort eine Top-5-Platzierung erreichte. "Das untermauert die Topbewertung des Themas Arbeitszeitflexibilität", sagte ifaa-Direktor Stowasser. 

Unternehmen wollten als Arbeitgeber attraktiv sein und Fachkräfte gewinnen. "Flexible Arbeitszeitmodelle sind dafür ein Baustein", erläuterte Stowasser. Der Aspekt Industrie 4.0, der ebenfalls erstmals Eingang in die Befragung fand, kam dagegen nur auf den vorletzten Platz. Für die Experten des ifaa deutet das auf "eine offensichtliche Lücke zwischen der medial allgegenwärtigen Berichterstattung und der betrieblichen Umsetzung".

Die ifaa befragt seit 2009 zwei Mal im Jahr Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Arbeitgeberverbände zur Bedeutung von Themen der Betriebs- und Arbeitsorganisation sowie der Arbeitswissenschaft. Beim aktuellen Trendbarometer kam laut ifaa der überwiegende Teil der Befragten (76 Prozent) aus der Wirtschaft.