Ältere arbeiten länger

28.12.12

Am 21. Februar 2012 erschien der Fortschrittsreport „Altersgerechte Arbeitswelt“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Der Report präsentiert die neuesten Ergebnisse aus der Forschung zur demographischen Entwicklung in der Arbeitswelt in Deutschland sowie Fallbeispiele, mit welchen Maßnahmen Betriebe sich auf den demographischen Wandel vorbereiten können. Ziel der Regierung ist es, mit diesem Report den Fokus in Betrieben auf eine altersgerechte Arbeitswelt zu lenken.

Eines der Erkenntnisse aus der Forschung ist, dass im Jahr 2010 mit 40,8% rund doppelt so viele der 60- bis 64-Jährigen erwerbstätig waren, wie im Jahr 2000. Tendenz steigend. Bis 2030 wird die Erwerbsgruppe der über 64-jährigen um weitere 5,5 Mio. Personen wachsen. Aufgrund dieser Entwicklung werden Ältere vermehrt in der Pflicht genommen, länger zu arbeiten.

Flexible Gestaltung der Lebensarbeitszeit

Für Betriebe bedeutet dies, dass sie sich zunehmend auf Ältere Beschäftigte einstellen müssen. Organisatorische und strategische Veränderungen in den Betrieben sind die Zukunftsthemen einer altersgerechten Arbeitswelt. Deshalb müssen sie mehr in die Förderung von Gesundheit, betriebliche Weiterbildung und Arbeitsorganisationen investieren, um eine längere Arbeitszeit zu ermöglichen. Im Fortschrittsbericht werden Betriebe deswegen dazu angehalten, flexible Maßnahmen, wie etwa Arbeitszeitkonten, zu ergreifen, um älteren Fachkräften flexible Arbeitszeiten zu gewähren und sie somit länger an ihre Betriebe zu binden. 

ddn möchte Betriebe dabei unterstützen, altersgerechte Rahmenbedingungen für ältere Arbeitnehmer zu schaffen, um deren Potential zu nutzen. Auf der ddn Website unter der Rubrik „Demographie-Management“ finden Interessierte Anreize und Ideen, wie sich Betriebe dem demographischen Wandel in der Arbeitswelt stellen können.