9. Kongress des Demografienetzwerkes FrankfurtRheinMain „Denkraum Zukunft. Fachkräfte für morgen.“

24.04.19

Er hoffe, dass die Besucher des 9. Kongresses des Demografienetzwerkes FrankfurtRheinMain die Veranstaltung mit einem Rucksack voller Inspirationen, Ideen und Gedanken verlassen werden, so die einleitenden Worte des Moderators Frank Weber (weber.advisory) bei seiner Begrüßung.

Mehrere hundert Menschen waren in die IHK Frankfurt am Main gekommen, um auf dem Kongress mit dem Titel „Denkraum Zukunft. Fachkräfte für morgen“ zu erfahren, wie sich die Brücke schlagen lässt zwischen den Themen Digitalisierung der Arbeitswelt und dem sich verschärfenden Fachkräftemangel. Denn Fakt sei, so Weber, dass mit der gewaltigen technischen Revolution eine soziale Transformation einhergehe. Hier die richtigen Weichen zu stellen, sei entscheidend für die Fachkräftesicherung der Unternehmen, aber auch für die Menschen allgemein und die Zukunft Deutschlands.

Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main, forderte in seiner Begrüßung das Publikum auf, weniger Angst vor dem Wandel zu haben und nicht von Untergangszenarien des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu sprechen. „Deutschland ging es nie besser als heute. Wir haben einen hohen Beschäftigungsstand und nach wie vor einen Spitzenplatz in der Weltwirtschaft“, sagte er und begründete den Erfolg damit, dass deutsche Unternehmen vor allem durch ihre Fachkräfte Innovationstreiber seien und mit ihren Produkten die Märkte pass- und zeitgenau bedienten. Wichtig für die Marktführerschaft seien also vor allem die Mitarbeiter/innen, die kompetent, erfahren und loyal sind. „Unter diesen Voraussetzungen braucht es uns nicht bang vor der Zukunft und vor dem nächsten Entwicklungssprung zu sein, der durch Treiber wie etwa die Künstliche Intelligenz erfolgt“, ermutigte Müller.

Zugleich erinnerte der IHK Präsident daran, dass es bestimmter Rahmenbedingungen bedürfe, vor allem seitens der Politik, um Nutzen aus dem technischen Fortschritt und dem digitalen Wandel ziehen zu können. Als Beispiel nannte er die die Bildung, die es Mitarbeitern/innen ermögliche, mitzukommen bei der rasanten Entwicklung. „Lebenslanges Lernen gewinnt immer mehr an Bedeutung, weil nicht die Berufe verschwinden, sondern weil sich die Tätigkeiten ändern.“

Zuletzt forderte Prof. Müller die Politik auf, das Investitionsvolumen für die Künstliche Intelligenz zu erhöhen. Die geplanten drei Milliarden Euro bis 2025 bezeichnete er als „Treppenwitz der Geschichte“. „Wenn wir das Tempo mit Ländern wie China mithalten wollen, muss die Bundesregierung deutlich mehr Geld dafür ausgeben“, so Prof. Müllers eindringliche Bitte.     

Den kompletten Nachbericht finden Sie beigefügt.