„Arbeitswelt 2020 – wer will, der kann!?“

Regionale Fachveranstaltung mit ddn-Nordwest zeigte Chancen gemeinsamen Handelns auf, 09.02.2011


Mitarbeiterinnen über 80, die noch regelmäßig ein paar Stunden pro Woche Backwaren verkaufen und Spaß daran haben? Jugendliche ausbilden, die woanders keine Chance hätten und es anschließend durch Treue zum Unternehmen danken? Diese und weitere Beispiele für einen konstruktiven Umgang mit dem allgegenwärtigen demografischen Wandel tauschten etwa 65 Vertreter von Unternehmen, öffentlichen Institutionen und Verbänden auf Einladung der Handwerkskammer Bremen und ddn-Nordwest kürzlich in Bremen aus. Unter dem Motto „Arbeitswelt 2020 – wer will, der kann?!“ suchten die Teilnehmer im Bremer Handwerkssaal nach Antworten auf den Fachkräftemangel.

Wie der Titel bereits ankündigte, nahmen die Referenten unter der Moderation von Radio-Bremen-Redakteur Roland Warmbein den demographischen Wandel in seinen verschiedenen Facetten kritisch unter die Lupe. Dr. Martin Noack von der Jacobs University erläuterte zum Thema „Was Hänschen nicht lernt… Lernen Ältere anders?“ anschaulich, dass Lernen auch im höheren Alter leicht gelingt, wenn die Lernumgebung günstig ist und die Menschen mit kontinuierlicher Weiterbildung vertraut sind. Auch Sport sowie eine klare Verknüpfung mit früheren Erfahrungen und Anwendungsmöglichkeiten erhöhten die Lernfähigkeit. Nicht zuletzt fördert Lob die Motivation, sich Neues anzueignen.

In weiteren Beiträgen von Johannes Wolters, ddn-Nordwest, und Susanne Wißfeld, Randstad Deutschland, wurden regionale Aspekte der Bevölkerungsentwicklung dargestellt. „Passgenaue Qualifizierung wird auch in der Zeitarbeit immer wichtiger. Das Alter der Beschäftigten tritt dabei zum Glück immer mehr in den Hintergrund“, unterstrich Susanne Wißfeld. Fünf gute Gründe für Unternehmen, das Thema Demographie in einem Netzwerk anzugehen, benannte ddn-Redakteur Pascal Frai in seinem Vortrag. Das Rad müsse nicht mit viel Aufwand neu erfunden werden, wenn Unternehmen die Chance ergreifen, in einen gemeinsamen Lern- und Innovationsprozess einzusteigen.

Der strukturierte Erfahrungsaustausch wurde auf der Veranstaltung durch kleine und mittelständische Betriebe, überwiegend Partner im Projekt „Zukunftsfaktor Mensch“ der Handwerkskammer Bremen, sowie durch Demografieberater des DNN e.V. gestaltet. In Workshops wurden konkrete Beispiele guter Praxis in den Handlungsfeldern Personalgewinnung, Weiterbildung, Gesundheitsförderung sowie Unternehmenskultur/Führung diskutiert.

Den Vortrag von Johannes Wolters finden Sie hier.

Weitere Materialien zur Veranstaltung finden ddn-Mitglieder im Intranet



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