Fachkräftemangel
Deutschland droht ein Fachkräftemangel
Die Fakten:
Schon heute haben viele Unternehmen Probleme, ihren Bedarf an Fachkräften zu decken. Können diese Lücken nicht geschlossen werden, hat das weitreichende Folgen für Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Deutschland. Ohne Fachkräfte wird es schwer, im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben. Auf dem Spiel steht der Verlust von Wachstums- und Innovationspotenzialen. Hier existiert dringender Handlungsbedarf.
Die Ursachen:
Der Fachkräftemangel hat vor allen Dingen zwei Ursachen. Das ist einmal die mangelnde Nutzung des vorhandenen Erwerbspotenzials. Das Statistische Bundesamt gibt an, dass rund 20% des Erwerbspotenzials in Deutschland gegenwärtig nicht genutzt wird, im EU-internen Vergleich liegt Deutschland damit auf Rang 20. Das betrifft vor allem Menschen mit Migrationshintergrund, Frauen und die Generation 50+. Hinzu kommt der demographische Wandel. In den kommenden Jahren gehen mit den geburtenstarken Jahrgängen so viele Menschen wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik in den Ruhestand. Gleichzeitig kommt mit den geburtenschwachen Jahrgängen zu wenig Nachwuchs nach. Daran lässt sich mittelfristig nichts ändern. Die unzureichende Einbindung des Erwerbspotenzials ist hingegen hausgemacht.
Die Herausforderungen:
Die Integration älterer Mitarbeiter ist eine Frage des richtigen Managements, das über die präventive betriebliche Gesundheitsförderung hinaus geht. Patentrezepte helfen wenig. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen gemeinsam Lösungen entwickeln, die zur jeweiligen Belegschaft und zur jeweiligen Branche passen.
Von einer besseren Nutzung der Potenziale der Generation 50+ würden Arbeitnehmer und Unternehmen gleichermaßen profitieren. Denn gerade in einer Wissensökonomie werden die Stärken der Älteren und der Erhalt ihres Know-hows im Unternehmen immer wichtiger. Darüber hinaus können Unternehmen mit älteren Arbeitnehmern auf das demographisch bedingt veränderte Kundenverhalten besser reagieren. Unter den Bedingungen der Wissensökonomie wird die gelungene Integration der Generation 50+ zum echten Wettbewerbsfaktor.
In der Zusammenschau der Analyse wird deutlich: Beim Fachkräftemangel greifen viele Faktoren wie die demographische Entwicklung, die Ausschöpfung des Erwerbspersonenpotenzials oder der Qualifizierungsstand der Beschäftigten ineinander. Den vernetzten Herausforderungen kann vor allem mit vernetzten Lösungen erfolgreich begegnet werden.

